Neue Investitionsmöglichkeiten: Von der Wasserkraft profitieren

Daniel Reissmann 2. Juni 2015 0


Geht es in Deutschland um erneuerbare Energien ist zumeist von Wind- oder Solarenergie, manchmal auch von Bioenergie, die Rede. Eine der ältesten Formen sauberer Energieerzeugung, nämlich die Wasserkraft, geht dabei meistens unter. So auch bei Investments in erneuerbare Energien. Die meisten EE-Fonds beziehen sich auf Wind- und Solarenergieunternehmen oder deren Projekte. „Es fließt eine Menge Geld in Infrastruktur, vor allem in Erneuerbare-Energie-Projekte“, betont Oldrick Verloop von Aquila Capital in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Deshalb lohnt es sich für Großinvestoren gerade bei den derzeitig niedrigen Zinsen in derart stabile Sachwerte zu investieren. Auch die Wasserkraft wird immer interessanter für Investoren.

© apops - Fotolia.com

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Wasserkraft bisher außen vor

„Viele institutionelle Großanleger wie Versicherer, Pensionskassen und Stiftungen haben inzwischen damit begonnen, ihr früher stark anleihenlastiges Portfolio durch Anlagen in erneuerbare Energien zu diversifizieren. Das heißt für die meisten: Sie sind in Solar- und Windkraftanlagen investiert, aber noch nicht in Wasserkraft“, so Verloop in der FAZ. Die Aquila Capital hat daher einen neuartigen Fonds entwickelt, der Investoren ermöglicht 10 bis 200 Millionen Euro in Wasserkraftprojekte zu investieren, ohne dabei die Abwicklung des Tagesgeschäfts selbst steuern zu müssen. Aquila existiert seit 2001 und entwickelt seitdem Investitionsangebote, speziell für alternative Energielösungen. Das Anlageportfolio für Sachwerte reicht dabei von Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft bis hin zur Land- und Forstwirtschaft oder konventionellen Immobilieninvestments. Die Vorteile einer Investition in derartige Megatrends sind vor allem deshalb erfolgsversprechend, da diese wahrscheinlich noch viele Jahre rentabel sein werden und zudem keinen sehr plötzlichen Schwankungen, wie beispielsweise in der High-Tech Industrie unterliegen. Die Wasserkraft eignet sich vor allem daher, da die Technologie weitgehend ausgereift und langlebig ist. Zudem hat die Wasserkraft den entscheidenden Vorteil nicht vom Wetter abhängig zu sein. Auch die Investmentbranche ist im Umbruch. Ähnlich wie bei den großen Energieversorgern RWE und Eon oder bei regionalen Unternehmen, wie Stadtwerken, richten auch die Investmentfirmen ihr Portfolio neu aus. Das Hamburger Unternehmen Aquila gehört schon jetzt zu den 15 größten europäischen Hedge-Fond Managern, was nicht zuletzt auch auf das neuartige Anlageportfolio zurückzuführen ist.


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