Netzgebühren führen zu noch höheren Strompreisen

admin 20. Oktober 2012 0


Mit dem kommenden Jahr wird Strom für deutsche Haushalte wesentlich teurer. Neben den steigenden EEG-Ökostrom Gebühren, planen Netzbetreiber eine Entgelterhöhung von 10 bis zu 27 Prozent. Für einen Haushalt mit 3000 Kilowattstunden Jahresverbrauch würde die Erhöhung bei knapp 10 Prozent liegen, eine Erhöhung der jährlichen Mehrkosten um rund 30 Euro.

Zusammen mit den gut 60 Euro durch die neue EEG-Umlage, würde ein deutscher Haushalt fast jährlich 100 Euro mehr bezahlen. Bekannt wurde diese Erhöhung durch ein Gesetz, das verlangt, dass Netzbetreiber bis zum 15. Oktober einen Bericht über Voraussagen ihrer Pläne abliefern müssen, damit Energieversorger ihre Strompreise kalkulieren können. Die Erhöhung der Kosten betrifft aber Stromkunden in Deutschland in verschiedenster Weise. Während einige Netzbetreiber ihre Preise um bis zu 27 Prozent erhöhen, reduzieren einige Netzbetreiber diese.

Hauptschuld an dieser Kostenerhöhung soll, laut der Netzbetreiber-Branche, die steigende Einspeisung von Solar- und Windstrom sein. Durch die Steigerungsrate von 30 bis 40 bei Strom aus regenerativen Quellen, würden die Investitionen für Trafos, Umspannanlagen sowie Mess- und Regeltechniken steigen. Doch nicht nur hohe Investitionen führen zu der Erhöhung, zwei weitere Komponenten tragen zur Kostenerhöhung bei. Zum einen erhalten energieintensive Betriebe bei der Netznutzung Rabatte, welche von den Verbrauchern bezahlt werden. Diese betragen momentan 0,151 Cent pro Kilowattstunde. Auch müssen Stromkunden zukünftig 0,25 Cent pro Kilowattstunde zur Absicherung von neuen Stromleitungen für Offshore-Windparks zahlen.