NABU stellt sich gegen neue Windparks

admin 6. Juli 2012 0


In NRW macht der NABU Front gegen die Pläne einiger Gemeinden, neue Windparks zu entrichten. In der Hauptsache geht es der NABU darum, dass neuerdings die Kommunen spezielle Flächen ausweisen, auf denen Windparks gebaut werden sollen. Der Landesvorsitzende des Bunds für Umwelt und Naturschutz, Josef Tumbrinck, machte deutlich, dass die Standorte doch besser nach dem Kriterium erzielbare Effizienz ausgewählt werden sollten.

Erste Ansätze in diese Richtung gibt es schon. Um innerhalb einer Region wirklich lukrative Standorte für Windparks zu nutzen, haben einige Kommunen eine Zusammenarbeit bei der Entscheidung über die Nutzung der zur Verfügung stehenden Flächen für erneuerbare Energien beschlossen. Aber die Entscheidungsgewalt über die so genannten Vorrangzonen für Windenergie bleibt bei den einzelnen Kommunen. Und genau das ist den NABU-Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Sie haben bereits angekündigt, notfalls auch gegen die Errichtung von Windparks an weniger geeigneten Standorten zu klagen.

 

Interessant ist dieser Standpunkt allein schon deshalb, weil die regenerative Energien wie Wind, Sonne und Wasser dafür sorgen würden, dass neben den AKW, die mit ihrem Kühlwasser die Umwelt belasten, auch einige ältere Kohlekraftwerke abgeschaltet werden können. Und das würde die Belastung der Luft mit Kohlendioxid und Feinstaub reduzieren, was wiederum den Interessen der NABU zur Erhaltung einer intakten Umwelt voll zugute kommen würde. Es bleibt also abzuwarten, ob die NABU tatsächlich Klage gegen künftige Bauprojekte für Windparks einreicht und wie von den Gerichten darüber entschieden wird. Möglich, dass es nicht lange dauern wird, bis die NABU dann auch Projekte für Solarkraftwerke oder neue Wasserkraftwerke massiv unter Beschuss nimmt.