Möglicher Masterplan für die Energiewende?

admin 24. April 2013 0


Die Energiewende bereitet den deutschen momentan größtenteils Frust. Steigende Stromkosten belasten den Endverbraucher und auch das schlechte Management steht oft in der Kritik. Dabei könnte die Energiewende viele effizienter verlaufen. Diese könnte nämlich bis zu 50.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland schaffen, so zumindest laut einer Prognose-Studie, die der „Welt“ vorliegt.

Für eine erfolgreiche Energiewende sei laut der Studie eine parteiübergreifende Einigung zwischen Bund und Ländern von Nöten, da die momentane Lage zu verheerenden Konsequenzen führen könnte. Durch ein rechtzeitiges Einlenken gäbe es Chancen auf ein verstärktes Wachstum. Zudem wäre ohne ein konkretes Handeln die Gefahr von Blackouts durch Strommangel möglich. Ohne eine geregelte Marktlage, die den Betrieb von regelbaren Kraftwerken ermöglicht, könnte es in Deutschland nach dem Abschalten der Atomkraftwerke zu Problemen kommen. Deshalb hat sich auch die bayrische Landesregierung für den Weiterbetrieb des Gaskraftwerkes Irsching 5 eingesetzt.

Ohne eine Reform müssten Industrie und private Haushalte mit stark steigenden Kosten rechnen. In der Studie haben die Forscher einen Masterplan erstellt, mit dem das Problem möglicherweise gelöst werden könnte. Zwar würde man bei Befolgung des Plans im günstigsten Szenario trotzdem mit einem 16-prozentigen Anstieg der Energieausgaben rechnen müssen, könnte jedoch bis 2050 die Werte von 2010 erreichen.

Bei Gelingen des Plans könnten in Deutschland bis zu 50.000 Arbeitsplätze entstehen. Hierfür müssten aber neben erweiterten Maßnahmen für die Energieeffizienz auch die staatlichen Förderungen steigen, vor allem in den Bereichen Gebäudesanierung und Elektromobilität.


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