Modernisierungsdarlehen gegen steigende Heizkosten

admin 22. November 2013 0


Quelle: M. Schuppich - Fotolia.com.jpg

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Egal, ob Mieter oder Eigentümer – praktisch jeder Bürger ist von steigenden Heizkosten betroffen. Allein aufgrund der Inflation, aber auch als Folge eines höheren Gesamtverbrauchs nehmen die durchschnittlichen Preise für Energie regelmäßig zu. Laut einem Artikel von Financescout.de  prognostizieren Experten allein für 2013 einen Kostenanstieg für Privatverbraucher von im Schnitt knapp 10 Prozent. Auch eine langfristige Betrachtung verdeutlicht das Ausmaß ständiger Preissteigerungen im Bereich der Heizkosten. So nahmen beispielsweise die Kosten für Heizöl auf 10-Jahres-Sicht von 2001 bis 2011 um ganze 126 % zu – Tendenz steigend. Eine durchaus enorme finanzielle Belastung für alle betroffenen Endverbraucher, der kaum etwas entgegenzusetzen ist.

Die Heizkostenentwicklung im 10-Jahres-Vergleich:

Heizkostenentwicklung

Heizkostenentwicklung

Was tun gegen steigende Heizkosten?

Viele Bürger ergreifen schon jetzt einfache Mittel, um ihre Heizkosten insgesamt möglichst gering zu halten. Dauerhaft durchgehalten können bereits folgende Maßnahmen helfen, die Energiekosten fürs Heizen etwas einzudämmen.

-          Wohnräume auf max. 20 Grad bis 22 Grad heizen (Schlafräume max. 18 Grad bis 20 Grad)

-          Fenster nicht dauerhaft auf „Kipp-Position“ belassen / alternativ kurz und stark lüften

-          Abdichtung auch kleinerer Luftdurchlässe an Fenstern und Türen

-          Nutzung programmierbarer Heizthermostate (automatisches Herunterregeln nachts)

-          Anbringen von Dämmmatten hinter Heizkörpern

So sinnvoll und einfach solche Maßnahmen sind, so begrenzt ist der damit dauerhaft zu erzielende Erfolg. Denn die eigentliche Steigerung der Kosten für Energie lässt sich damit meist nicht entscheidend beeinflussen. Verschiedene Modernisierungsmaßnahmen hingegen können eine nachhaltige Verbesserung der Kostensituation bringen. Diese Maßnahmen sind mittlerweile oftmals so effektiv, dass sie sich selbst dann lohnen, wenn dafür eine Finanzierung nötig sein sollte – sofern bestimmte Punkte beachtet werden. Der genaue Umfang an Einsparungsmöglichkeiten hängt letztlich jedoch auch von der betreffenden Immobilie und der genutzten Heizmethode ab.

Sowohl Eigentümer als auch Mieter sollten die Effektivität möglicher Modernisierungsmaßnahmen prüfen. Selbst bei gemietetem Wohnraum sind Modernisierungen oftmals möglich, da auch Vermieter im Regelfall Interesse daran haben – beispielsweise aus Gründen des Werterhalts der Immobilie. 

Einfach und günstig – klassische Modernisierungsdarlehen

Wer Wohneigentum erschafft oder kauft, greift auf eine Baufinanzierung zurück, falls das vorhandene Eigenkapital nicht ausreichen sollte. Solche Finanzierungen unterliegen allerdings bestimmten Besonderheiten wie zum Beispiel Zinsbindungsfristen, die bei Vertragsabschluss zwingend beachtet werden sollten. Modernisierungsdarlehen hingegen sind relativ einfach strukturiert und ähneln klassischen Konsum- bzw. Ratenkrediten. Im Gegensatz zur Baufinanzierung ist deren Zinssatz über die gesamte Darlehenslaufzeit konstant, was eine gleichbleibende Kreditrate ermöglicht. Die aus einem Modernisierungsdarlehen resultierende finanzielle Belastung für Kreditnehmer ist deshalb absolut kalkulierbar.

Der größte Vorteil eines Darlehens zur Modernisierung liegt jedoch in dessen Konditionen, wie man bei den Darlehen der KFW-Bank sehen kann. Da das statistische Ausfallrisiko solcher Darlehen aus Sicht der Kreditinstitute relativ gering ist, sind die dafür entstehenden Zinskosten entsprechend überschaubar – vor allem im Vergleich zu Konsumkrediten. Denn die geforderten Zinssätze liegen im Regelfall nur leicht über denen klassischer Baufinanzierungen, die als zinsgünstigste Kreditart überhaupt gelten.

Die Eintragung von Grundpfandrechten im Grundbuch ist im Rahmen der Vergabe eines Modernisierungsdarlehens nicht erforderlich, was aus Sicht des Kreditnehmers ebenfalls ein großer Vorteil ist. Denn die bei Baufinanzierungen üblichen Kosten für Eintragung bzw. spätere Löschung von Grundschuld bzw. Hypothek entfallen, was Einsparungen bedeutet. Lediglich ein Eigentumsnachweis in Form eines Grundbuchauszuges ist erforderlich. Der einzige Punkt, der bei Modernisierungskrediten beachtet werden sollte, liegt in den üblicherweise begrenzten Kreditsummen. Häufig werden Kreditnehmern maximal 30.000 Euro zur Verfügung gestellt – je nach Kreditinstitut. Sehr umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen erfordern also wiederum gegebenenfalls den Abschluss einer Baufinanzierung.

Im Rahmen der Finanzierung einer Modernisierung sollte grundsätzlich auf ein Modernisierungsdarlehen zurückgegriffen werden. Diese sind deutlich kostengünstiger und dennoch so einfach zu handhaben wie klassische Verbraucherkredite. Neben den für Darlehen üblichen Zinsaufwendungen entstehen dem Kreditnehmer in aller Regel keine zusätzlichen Kosten. Allenfalls der für die Finanzierung nötige Grundbuchauszug ist gebührenpflichtig. Bei unkomplizierter elektronischer Übermittlung ans betreffende Kreditinstitut schlagen diese meist mit lediglich pauschal erhobenen 10 Euro zu Buche.

Fotoquelle: M. Schuppich – Fotolia.comjpg


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