Mit JANUS-Modulen mehr erneuerbare Energie erzeugen

Sandra 14. August 2012 0


JANUS-Modul ist die Bezeichnung einer neuen Solartechnik, die in der asola Quantum AG erfunden worden ist. Die Erfurter haben die Rückseite der Solarmodule verändert. Sie werden entweder mit einer transparenten Folie oder mit Glas überzogen. Damit kann die Leistung der Photovoltaik-Technik erheblich gesteigert werden. Erste Feldversuche mit den JANUS-Modulen haben gezeigt, dass an einem guten Standort und einer optimalen Montage ein Plus an Energie von bis zu 25 Prozent gegenüber den traditionellen Modulen möglich ist.

Ideal dabei ist, dass für die JANUS-Module genau die gleiche Peripherie-Technik verwendet wird, wie bei den herkömmlichen Solaranlagen auch. Das bringt für den Nutzer gleich mehrere Vorteile mit sich. Der Investitionsanteil pro erzeugter Kilowattstunde sinkt. Das führt dazu, dass sich die Investition in die Nutzung erneuerbarer Energien aus der Strahlung der Sonne viel schneller als bisher rechen. Auch mit kleineren Flächen lassen sich rentable Energiemengen erzeugen. Außerdem können die klassischen Solarmodule problemlos durch die kompatiblen Wechselrichter und Kabel gegen die modernen JANUS-Module austauschen.

Diese neue Photovoltaik-Technik macht auch neue Einsatzgebiete möglich. Die solare Stromerzeugung könnt künftig zum Beispiel an Autobahnen und Bundesstraßen stehen, wo sie gleichzeitig die Funktion einer Lärmschutzwand und Sichtschutzwand erfüllt. Das ist insbesondere deshalb praktisch, weil somit keine zusätzlichen Flächen für erneuerbare Energien benötigt werden. Die Tester vom Fraunhofer-Institut bescheinigen gerade der vertikalen Aufstellung der JANUS-Module einen besonders hohen Leistungszuwachs. Er kann nach den ersten Praxistests bis zu 50 Prozent betragen. Ein Grund dafür ist, dass diese Module in der Lage sind, auch aus diffusem Licht und dem vom Schnee zurück geworfenen Licht Strom zu erzeugen.