Merkel hält den Ausbau erneuerbarer Energien für den richtigen Weg

admin 2. November 2012 0


Am Freitag trafen sich Bund und Länder zum Energiegipfel in Berlin. Kanzlerin Angela Merkel machte trotz kritischer Stimmen aus der Opposition und dem eigenen Lager ihren Standpunkt deutlich. Merkel hält an einen zügigen Ausbau der regenerativen Energien fest, wobei weder die Versorgung noch der Strommarkt darunter zu leiden haben sollen. Es dürfe zu keiner Unterbrechung des „Dynamischen Ausbaus“ kommen.

Dieser „Dynamische Ausbau“ sorgte aber auch für laute Stimmen in der schwarz-gelben Koalition, von den Kritikern des schnellen Ausbaus. Insbesondere die steigenden Umlagen die der Stromkunde für den Ausbau und die Förderung des Ökostroms zahlen muss. Die bisherige Umlage beträgt 3,6 Cent pro Kilowattstunde und wird nächstes Jahr auf 5,3 Cent steigen. Dies belastet einen Vier-Personen-Haushalt um knapp 60 Euro extra im Jahr. Aus diesem Grund fordert der Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler eine Reform des Fördergesetzes. Zudem wirbt er für ein Modell, das den Ausbau über eine feste Quote regelt.

Der bayrische Regierungschef Horst Seehofer ist der Meinung, dass der Ausbau noch stärker vorangetrieben werden solle. Bis 2020 soll der Ökostrom-Anteil in der Bundesrepublik 35 Prozent betragen, momentan ist er bereits bei 25 Prozent.

Bisher haben sich der Bund und die Länder auf einen „nationalen Dialog“ geeinigt, um eine effektive und sinnvolle Lösung zu erreichen. Im Falle einer Reform würde das momentane geltende Erneuerbare-Energie-Gesetz als Basis dienen. Dies müsste weiterentwickelt werden.