Mehr Solarstrom in das Netz integrieren – PV Grid Ergebnisse liegen vor

Daniel Reissmann 30. September 2014 0


Bisher lässt sich nicht ansatzweise soviel Solarstrom in die Netze integrieren wie grundsätzlich verfügbar ist. Das dieser Zustand ineffizient ist und daher verbessert werden sollte, kritisieren Experten schon lang. Genau diese Problematik sollte das Projekt PV Grid, eine Gemeinschaftsprojekt von Solarwirtschaft und Netzbetreibern, analysieren und vor allem die Hürden, welche die effiziente Integration von Solarstrom in die Netze blockieren, untersuchen. Nun liegen die Ergebnisse des Projekts vor.

© Smileus - Fotolia.com

© Smileus – Fotolia.com

Einspeisemanagement, Speicher und intelligente Nachfragesteuerung als Erfolgsschlüssel

Die Experten schlagen, entsprechend der Ergebnisse von PV Grid, vor, das Einspeisemanagement, die Speichertechnologien und die intelligente Nachfragesteuerung künftig besser zu nutzen. Damit ließe sich um ein Vielfaches mehr Solarstrom in die Netze integrieren, so die Ergebnisse der Untersuchung. Nach zwei Jahren der Forschungsarbeit sind die Projektpartner vor allem der Beantwortung der Frage nach der Netzintegration eines steigenden Photovoltaikanteils näher gekommen. „Wenn es um die Erhöhung der Kapazitäten der Übertragung von Solarstrom geht, ist die Spannungsbegrezung der Verteilnetze die häufigste Einschränkung. Ein weiterer limitierender Faktor bei der Erhöhung der installierten Photovoltaikleistung ist die thermische Beschränkung aufgrund der hohen Stromflüsse durch elektrische Geräte wie Transformatoren. Wenn diese lokale Probleme gelöst sind, indem sie den Verteilnetzbetreibern mehr Flexibilität durch die Nutzung technischer Möglichkeiten geben, können höhere Anteil von Solarstrom integriert werden.“, so der Abschlussbericht. Dabei schlägt das Projektteam auch eine Auswahl an technischen Lösungen vor, mit denen die Netzintegration von Solarstrom praktikabel wird. Dazu gehören beispielsweise Speichereinsatz bei den Verteilnetzbetreibern und den Betreibern von PV-Anlagen, aktive und reaktive Leistungskontrolle, die Sanierung und Verstärkung der Verteilnetze sowie nachfrageseitige Preismechanismen, die den Verbraucher dazu motivieren, den Strom dann zu verbrauchen, wenn dieser gerade im Überschuss vorhanden ist. „In Deutschland können die meisten der von PV Grid priorisierten technischen Lösungen schon heute eingesetzt werden“, so Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft zum Ergebnis von PV Grid.


Comments are closed.