Mehr Schiefergas Förderung für Europa

admin 24. November 2012 0


Gerhard Roiss, Vorstandsvorsitzender des österreichischen Öl- und Gaskonzerns OMV, warnt vor einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie durch die USA. In den USA herrscht momentan ein Öl- und Gasboom, vor allem durch den Einsatz von modernen Fördermethoden wie dem Fracking.

Der Ressourcenvorteil gibt den amerikanischen Konzernen einen Wettbewerbsvorteil und schwäche somit die Konkurrenzfähigkeit der Europäer. Aus diesem Grund fordert Roiss die Nutzung von unkonventionellen Gaslagerstätten, wie zum Beispiel Schiefergas, in Betracht zu ziehen. Dies soll jedoch in einer europäischen Initiative entstehen. Er hält einen Alleingang der Länder für ineffizient.

Fracking stößt in den meisten Ländern in Europa auf Ablehnung. Um mit dieser Methode Gas und Öl zu gewinnen, muss man große Mengen an Chemikalien mit Hochdruck ins Erdreich pumpen. Die Rohstoffe werden daraufhin aus dem Gestein gelöst. Die Gefahr hierbei ist eine Verseuchung des Erdbodens und des Grundwassers, weshalb einige Länder wie Frankreich Fracking verboten haben. Die Bundesregierung zögert momentan noch, ob sie das Verfahren zulassen soll.

Zudem kritisiert Roiss die deutsche Energiewende. Für eine effiziente Versorgung werden in Zukunft die Stromproduktionskapazitäten fehlen. Denn viele alte Kraftwerke werden in naher Zukunft stillgelegt und es steht keine langfristige Strategie zur Verfügung, um dürre Perioden der regenerativen Energien zu decken. Einer Studie nach, fehlen in Deutschland im Jahr 2020 bis zu 8 Gigawatt Stromproduktionskapazitäten, eine Leistung von acht Großkraftwerken.