Mehr Planungssicherheit mit dem SolarContact-Index

admin 8. Juli 2013 0


Mehr Planungssicherheit mit dem SolarContact-Index

Foto. SolarContact

Die Solarbranche in Deutschland befindet sich nach den Boom-Jahren derzeit in einer Konsolidierungsphase. Viele deutsche Modulhersteller und Projektentwickler sind in eine finanzielle Schräglage geraten, einigen mussten bereits Insolvenz anmelden. Auch die zahlreichen kleineren Handwerksbetriebe haben mit der schweren Auftragslage und den schwankenden Marktbedingungen zu kämpfen. Mit dem SolarContact-Index erhalten PV-Unternehmen jedoch wieder mehr Planungssicherheit.

Ende 2012 waren in Deutschland laut der Bundesnetzagentur (BNetzA) Photovoltaik-Module mit einer Nennleistung von rd. 32,4 Gigawatt installiert, diese sind auf ca. 1,3 Mio. Anlagen bundesweit verteilt. Damit ist die Photovoltaik erstmals die führende Erneuerbare Erzeugungsart und hat die Windkraft zu Land vom „Thron gestoßen“.

Betrachtet man sich die Entwicklung der Solarindustrie in Deutschland jedoch etwas genauer wird einem bewusst, dass die Branche sich in einer Umbruchsphase befindet. Zwar konnte 2012 erneut ein Zubau-Rekord verbucht werden mit insgesamt 7,6 Gigawatt neu installierter Leistung, das Wachstum betrug jedoch lediglich noch 1,3% im Vergleich zum Vorjahr. Von 2005 bis 2009 hingegen wurden regelmäßig zweistellige Wachstumsraten pro Jahr verbucht. Auch der Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) geht aber, aufgrund der starken Absenkung der Einspeisevergütung, von einer Abkühlung der Nachfrage aus.

Schwankender Zubau unterjährig

Doch nicht nur die Markt-Nachfrage hat und wird sich weiterhin verändern, auch der unterjährige Zubau von PV-Anlagen wird immer schwankender. Betrachtet man sich die installierte Gesamtmenge an PV-Anlagen in Deutschland von rd. 185.000 Stück, kommt man auf einen Zubau von ca. 15.400 Anlagen pro Monat. Doch die Realität weicht von einem linearen Hochlauf deutlich ab. Im Februar 2012 gingen ca. 8.200 PV-Anlagen in Betrieb, im März hingegen waren es mit rd. 41.200 Anlagen fünfmal so viele. Von April bis Mai sank der Zubau jedoch wieder auf rd. 8.500 Anlagen.

Der Einbruch bzw. die Explosion der installierten ist vor allem auf die anhaltenden politische Debatte und die beschlossenen Einschnitte bei der Einspeisevergütung zurückführen. Zum 1. April 2012 wurden drastische Kürzungen zwischen 20 und 30 Prozent verabschiedet die das Windhund-Rennen beim Anlagenbau ausgelöst hatten. Die Unsicherheit in der Solarwirtschaft und vor allem bei den Investoren ist nach wie vor groß, vor allem vor dem Hintergrund dass auch immer wieder rückwirkende Kürzungen von der Politik in Betracht gezogen werden.

Neben der reinen wirtschaftspolitischen Diskussion beeinflussen auch die Entwicklungen auf dem Weltmarkt den PV-Zubau in Deutschland. So ist derzeit noch offen, wie sich langfristig die preisgünstigen chinesischen Module und die bereits verabschiedeten Strafzölle dafür auf die Photovoltaik Nachfrage in Deutschland auswirken.

Mehr Planungssicherheit durch den SolarContact-Index

Genau an dieser Stelle setzt die Deutsche Auftragsagentur (DDA) mit seinem SolarContact-Index an. Der Solarcontact-Index ist ein sog. Stimmungsbarometer für Investitionen in kleine und mittelgroße PV-Anlagen. Es ist der erste Konsumklimaindex für den deutschen Markt, der die gesamte Solarwirtschaft abdeckt. Dadurch erhalten insbesondere kleinere Installationsbetriebe und Großhändlern wichtige Anhaltspunkte, wie sich die Auftragslage in den kommenden ein bis drei Monaten entwickeln wird.

Die DAA ist einer der größten deutschen Internet-Anfragedienstleister für Erneuerbare Energien-Technik. Bundesweit vermittelt das Unternehmen aus Hamburg mehrere tausend Projektanfragen von privaten und gewerblichen Interessenten und erstellt mit dieser einzigartigen Markübersicht den SolarContact-Index. Dabei setzt die DDA auf der Gesamtheit der registrierten Projektanfragen für PV-Anlagen in den vergangenen zwölf Monaten an. Auf dieser Grundlage wird dann das durchschnittliche Anfragevolumen eines Monats errechnet und dieser Mittelwert dem tatsächlichen Anfragevolumen eines jeden Monats gegenübergestellt. Aus dieser Gegenüberstellung entsteht ein Stimmungsbarometer und es lassen sich Tendenzen hinsichtlich der Investitionsentscheidungen ablesen.

Vor allem für kleinere Betriebe und Handwerke ist solch ein Index extrem wichtig und hilfreich. Bisher erfolgte die Veröffentlichung ausschließlich online, für die weiteren monatlichen Veröffentlichungen konnte die DAA das Branchenmagazin Sonne Wind & Wärme als Partner gewinnen, dort wird der SolarContact-Index zukünftig regelmäßig erscheinen. Die Online-Auskunft bleibt nach wie vor erhalten.


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