Mangel an Stromkapazitäten in Deutschland

admin 25. November 2012 0


Laut einer Prognos-Studie wird es im Jahr 2020 zu einer gewaltigen Stromlücke in Deutschland kommen. Es würde 2020 ein Mangel von acht Gigawatt (GW) Erzeugungskapazität bestehen, was vor allem für die Energiewende ein Risiko bildet. Acht GW entsprechen der konstanten Leistung von acht Großkraftwerken. 2025 würde der Mangel bei 19 GW und 2030 gar bei 27 GW liegen. Deutschland benötigt momentan bei maximalem Verbrauch 80 GW.

Die Problematik kommt dadurch zustande, dass viele alte Kraftwerke bald das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Zudem werden keine neuen fossilen Kraftwerke mehr gebaut, da diese sich finanziell nicht mehr rentieren. Die Ankündigung verschiedener Betreiber einige ihrer Kraftwerke stillzulegen verschärft die Situation umso mehr.

Grund hierfür sind die regenerativen Energien. An sonnigen Tagen produzieren Solaranlagen sehr viel Strom, welcher die Strombörse flutet und somit den Strompreis sehr stark nach unten drückt. Dazu kommt der verstärkte Ausbau der regenerativen Energien. Beide Faktoren führen dazu, dass der Betrieb von konventionellen Kraftwerken unrentabel wird.

Auch Umweltschützer erkennen die Problematik. Im Oktober präsentierte die WWF eine Studie in der dargelegt wurde, dass der Bestand der fossilen Kraftwerke gefährdet ist und es notwendig ist neue zu bauen. Deshalb fordert die Umweltorganisation eine rasche Reform, um den Bau von fossilen Kraftwerken attraktiver zu machen. Diese würden nämlich dringend benötigt werden, um die unstete Produktion der erneuerbaren Quellen zu kompensieren.