Malaysische Regierung will Bevölkerung mit Strom versorgen

admin 5. Januar 2013 0


Bis zum Jahr 2015 hat die malaysische Regierung vor, die Bevölkerung im Teil von Borneo mit Strom zu versorgen. Laut dem Onlinemagazine Heise soll dies durch sogenannte Mikronetze ermöglicht werden, die in den schwer zugänglichen Gegenden eingesetzt werden sollen. Diese sollen an Orten zum Einsatz kommen, welche schwer an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden können. Sie bestehen aus Solarmodul-Anlagen, deren Energie direkt genutzt oder in Blei-Säure-Batterien gespeichert werden kann. Als Backup erhalten diese zudem einen Dieselgenerator.

Für die Internationale Energieagentur werden Hybrid Mikronetze eine wichtige Rolle spielen, um bislang stromlose Gebiete mit Energie zu versorgen. Momentan müssen weltweit rund eineinhalb Milliarden Menschen ohne Strom leben, der Großteil davon lebt auf dem Land. Grund dafür ist oft die Problematik des Anschlusses von abgelegenen Gebieten. Der Ausbau der Netze könnte Jahre dauern und ist in manchen Situationen sogar unmöglich, da geologische oder wirtschaftliche Gründe sie behindern. Mikronetzanlagen bieten eine Möglichkeit die Gebiete dennoch mit Strom zu versorgen und die Stromquellen vor Ort zu kombinieren.

Malaysia besitzt momentan eines der fortschrittlichsten und größten Mikronetze der Welt. In den letzten Jahren spürte das Land den wirtschaftlichen Fortschritt vor allem durch seinen Erdgas- und Ölreichtum. Malaysia besteht aus Großteilen von dschungelbedeckten Bergen und abgelegenen Inseln, was einen Anschluss an das öffentliche Netz erschwert. Obwohl Mikronetze hier die Möglichkeit bieten die abgeschiedene Bevölkerung zu versorgen, stößt diese auch auf Hindernisse. Neben der mangelnden Erfahrung von öffentlichen Versorgern, bildet auch der Preis und die Effizienz der Stromspeicher ein Hinderniss.