Lob vom IRENA-Generaldirektor: Deutschland ist Energiewende-Vorreiter

Daniel Reissmann 28. März 2015 0


Nachdem vor allem Deutschlands Solarbranche zuletzt negative Kritik einstecken musste, insbesondere auch dadurch, dass der jährliche Ausbaukorridor, der politisch gesetzt wurde, kaum noch zu erreichen scheint, gibt es nun Lob für das deutsche Gesamtprojekt die Energiewende vom IRENA – Generaldirektor. Im Rahmen des  „Berlin Energy Transition Dialogue 2015 – towards a global Energiewende“, die am 26.03.2015 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenführte, lobte Adnan Z. Amin die Vorreiterrolle der deutschen Energiewende in seiner Grundsatzrede. „Deutschland hat seit langem technologische Innovation als wesentliche Komponente der Energiewende erkannt“, so Amin.

© jonasginter - Fotolia.com

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Maßgebliche Inspiration durch die deutsche Energiewende

„Die Lehren aus diesem frühen Einsatz Erneuerbarer Energien haben maßgeblich Innovationen und Investitionen inspiriert, die erforderlich waren um diese Technologien technisch und wirtschaftlich, in Industrie- und Entwicklungsländern erfolgreich zu machen.“, so Amin in seiner weiteren Rede. In der Tat, gilt die deutsche Energiewende als weltweites Beispiel für die Transformation der Energiewirtschaft in Richtung einer stärkeren Fokussierung auf erneuerbare Technologien. Viele Nationen haben sowohl gesetzliche als auch technologische Entwicklungen der deutschen Energiewende übernommen. Das gerade Amin die Energiewende lobt ist wenig verwunderlich. Als Generaldirektor der weltweit führenden Organisation für die Förderung der nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien, ist es gerade sein Anliegen, dass sich die Energiewende weltweit durchsetzt.

Lob der ehrgeizigen deutschen Energiewendeziele

Regelmäßig führt die International Renewable Energy Agency (IRENA) Studien zu den erneuerbaren Energien durch. Zuletzt wurde errechnet, das in vielen Teilen der Welt eine Vielzahl an erneuerbaren Energien in ihren Erzeugungskosten für Strom unter denen der konventionellen Energieträger liegen. Desweiteren zeigte eine andere Studie der IRENA, dass Deutschland die weltweit niedrigsten PV-Kosten eines Industriestaats hat und nur knapp hinter China auf Platz zwei aller Staaten der Welt liegt. „Die Energiewende in Deutschland hat mit die ehrgeizigsten Ziele weltweit. 60 Prozent des Endenergieverbrauchs und 80 Prozent des Stroms sollen im Jahr 2050 aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden. IRENA begrüßt und unterstützt diese ambitionierten Ziele und Deutschlands Führerschaft in diesem Bereich.“, so Amin abschließend. Die IRENA würdigt damit maßgeblich Deutschlands Engagement im Rahmen der Energiewende. Ein wichtiges Zeichen, insbesondere unter den zuletzt harten Kritiken an Deutschland PV-Branche, deren Ausbauquoten stark kritisiert wurden, da diese nicht mehr den Zielwerten entsprechen.


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