Lässt sich die Windkraft auch im privaten Rahmen nutzen?

admin 25. Juni 2012 0


Wenn bei einem Eigenheim über regenerative Energien und ihre Nutzung gesprochen wird, dann denkt man in den meisten Fällen an zwei Dinge: die Solaranlagen und die Wärmepumpen. Daran, dass man sich auch die Kraft des Windes auf dem privaten Grundstück zunutze machen kann, wird in aller Regel nicht gedacht.

Dabei hätte auch diese regenerative Energie so einige Vorteile. Die dafür nutzbare Technik wird „Kleinwindkraftanlage“ genannt. Sie nutzt einen Energieträger, den Mutter Natur kostenlos zur Verfügung stellt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass damit Strom auch ohne die Produktion von Abgasen erzeugt werden kann. Die Akkus entwickeln sich technisch immer weiter, so dass ein Teil des aus dem Wind gewonnenen Stroms auch gespeichert werden kann.

 

Damit wird ein Nachteil ausgeglichen, der darin besteht, dass mit einer Windkraftanlage keine durchgängig gleiche Menge an Strom erzeugt werden kann. Doch die Kleinwindkraftanlage hat noch einige Nachteile mehr, die mit bedacht werden sollten. Das beginnt bei der erzielbaren Effizienz, die sehr stark von den Standortbedingungen abhängig ist. Für die Windkraftanlagen ist eine Baugenehmigung erforderlich, für die es noch keine bundesweit einheitliche gesetzliche Regelung gibt.

 

Außerdem scheint „Vater Staat“ die Bedeutung der privat betriebenen Windräder noch nicht erkannt zu haben, denn die Zuschüsse fallen hier deutlich geringer aus, als man sie bei der Inbetriebnahme einer Solaranlage erwarten kann. Im Gegensatz zu einer Photovoltaik-Anlage und solarthermischen Anlage ist auch der Wartungsaufwand für eine Kleinwindkraftanlage deutlich höher.

 

Doch das Fazit kann trotzdem nur lauten: Ja, die Windkraft kann auch im privaten Rahmen genutzt werden, um sich langfristig eine Unabhängigkeit gegenüber der Entwicklung der Strompreise zu sichern.