Kommt der Standort Deutschland durch die Energiewende in Gefahr?

admin 19. Februar 2013 0


Für die Bundesrepublik Deutschland ist die Energiewende ein wichtiges Thema. Der stetige Ausbau der erneuerbaren Energien soll es Deutschland ermöglichen, in Zukunft mit wenig oder gar keinen fossilen Energien auszukommen. Doch die Energiewende hat auch ihren Preis. So ist ein oft problematisches Thema der ansteigende Strompreis, einerseits durch die Erhöhung der EEG-Umlage und zum Anderen durch die Erhöhung der Netzentgelte. Doch nicht nur der private Haushalt muss sich um die steigenden Kosten kümmern, auch die Industrieunternehmen müssen zahlen. So könnte dies Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) der Entwicklung des Industriestandorts Deutschland schaden.

Ein großes Problem für die Industrieunternehmen bildet die Planungsunsicherheit der Strompreise, welche sie gegenüber ihren ausländischen Kollegen momentan nicht besitzen. Industriestrom kostet momentan in Deutschland bis zu 40 Prozent mehr als in Frankreich oder den Niederlanden. Durchschnittlich ist der deutsche Strom rund 15 Prozent teurer, als in den anderen 27 EU-Staaten. Bei einem Preisanstieg von 2 Cent pro Kilowattstunde, könnte dies extra Kosten zwischen 710 bis 740 Millionen Euro pro Jahr für die Chemische Industrie und die Metallbranche bedeuten.

Doch ist das reine schwarz Malerei? Denn laut einer Studie der IW lag Deutschland im letzten Jahr auf Platz fünf, im internationalen Ranking von Standortqualitäten. Zudem konnte man nach einer Studie des BDEW schon bevor der Energiewende einen stetigen Strompreisanstieg seit 2000 beobachten.