Koalitionsverhandlungen: Union und SPD wollen Windkraft-Förderungen senken

Tim 9. November 2013 0


Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD nehmen in puncto Energie allmählich klarere Züge an. So ist man sich mittlerweile einig die Fördersätze für Windenergie deutlich senken zu wollen. Zudem soll die Einspeisevergütung schrittweise durch eine Marktprämie ersetzt werden. In Sachen Solarenergie sieht man dagegen keinen Handlungsbedarf.

© jonasginter - Fotolia.com

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Allmählich kommt Bewegung in die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union – zumindest in Sachen Energie. So einigten sich beide Parteien darauf die Windenergie künftig weniger stark fördern zu wollen. Das besagt ein Textentwurf, den die Deutsche Presse-Agentur vorliegen hat. So soll die Windkraft in erster Linie auf windstarke Standorte konzentriert werden. Der Ausbau in Binnenländern dürfte dagegen niedriger ausfallen als erwartet.

Darüber hinaus sieht die Arbeitsgruppe Energie vor die traditionelle feste Einspeisevergütung schrittweise durch eine Marktprämie zu ersetzen, in deren Rahmen Anlagenbetreiber in Zukunft selbst ihren Strom vermarkten. Ansonsten sieht man in puncto Solarenergie aber wenig Handlungsbedarf. Gas- und Kohlekraftwerke sollen nicht in den Genuss einer verstärkten Förderung kommen. Dies war im Gespräch, da Gas- und Kohlekraftwerke gerade im Winter eine bedeutende Rolle zur Sicherung der Energieversorgung liefern.

Bis 2020 soll der Anteil an Ökostrom in Deutschland auf 40 Prozent steigen. Die Ziele für 2030 sind dagegen noch nicht klar. Während die Union zwischen 50 und 55 Prozent anpeilt, fordert die SPD bis 2030 einen Ökostromanteil von 75 Prozent. Darüber hinaus bleibt es bei dem Ziel die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.


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