Kleiner Kompromiss in Doha

admin 9. Dezember 2012 0


Es ist zwar kein Durchbruch doch ein kleiner Schritt für die Zukunft. Auf dem Weltklimagipfel in Doha, der Hauptstadt Katars, einigten sich die fast 200 Teilnehmerstaaten auf eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis 2020. Neben den bereits bestehenden 27 EU-Staaten haben sich zehn weitere Staaten der Klimavereinbarung angeschlossen. Die 37 Staaten verpflichten sich dazu bis 2020 ihre Treibhausgase weiter zu reduzieren.

Die USA und China, die zwei Staaten mit dem größten Verbrauch, enthielten sich auch dieses Mal. Japan und Kanada entschieden sich gegen eine Verlängerung und stiegen aus dem Vertrag aus. Die Klimakonferenz war schon im Vorfeld umstritten und als schwierig bezeichnet worden.  Vor allem viele osteuropäische Länder forderten, dass die Gültigkeit der bisherigen Emissionsrechte beibehalten werden sollten. Sie berufen sich hierbei darauf, dass sie in den vorherigen Jahren deutlich weniger CO2- Ausstoß besaßen als andere Industrienationen und daher noch eine Reserve an den Zertifikaten besitzen.

Ende dieses Dezembers läuft die erste Laufperiode des Kyoto-Protokolls aus. Die Industriestaaten, die daran teilnahmen, einigten sich darauf während der Laufzeit ihren Ausstoß von 2008 bis 2012 um mehr als fünf Prozent zu senken. Deutschland sagte sogar mit einer Senkung um 21 Prozent zu und übertraf diese deutlich mit einer Minderung von 26 Prozent. Ein gemeinsam beschlossenes Ziel ist immer noch ein weltweites Abkommen bis 2015 auszuhandeln, welches 2020 aktiv werden soll.