Keine Reform des Emissionshandels

admin 19. April 2013 0


Das EU-Parlament hat eine mögliche Reform des Emissionshandels unterbunden. Eine knappe Mehrheit stimmte am Dienstag in Straßburg gegen eine Zurückhaltung von CO2-Zertifikaten am Markt. Die Maßnahme sollte ursprünglich dafür sorgen, dass der Preis der Emissionszertifikate wieder steigt, denn deren Wert lag zuletzt unter fünf Euro pro Zertifikat. Nach der Absage brach der Preis weiter ein und zwar auf rund 2,60 Euro.

Insgesamt stimmten 334 Parlamentarier gegen und 315 für den Plan. Der Vorschlag des Zurückhaltens oder Entfernens von 900 Millionen CO2-Zertifikaten liegt somit bis 2020 auf Eis. Grund für den starken Preisverfall war zum Teil die Wirtschaftskrise 2008. Durch die Krise wurde die Produktion in manchen Betrieben stark gesenkt, was mehr Zertifikate auf den Markt brachte und somit den Preis drückte.

Die CO2-Zertifikate wurden von der EU eingeführt, um den allgemeinen Emissionsausstoß zu senken. Die Industrie bekam einen Teil der Zertifikate umsonst. Wenn ein Betrieb mehr Zertifikate benötigte, konnte er sie auf dem Markt kaufen oder Überschüssige verkaufen.

Doch seitdem die Preise extrem stark gesunken sind, rentiert sich der Betrieb der umweltschädlichen Kohlekraftwerke wieder. Erst im Februar hatte das Umweltbundesamt Zahlen zum Ausstoß in Deutschland veröffentlicht. Nach diesen Zahlen gab es einen leichten Anstieg beim Emissionsausstoß im Jahr 2012.


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