Jobmotor erneuerbare Energien: Neue Studie zeigt Wachstum auf dem Arbeitsmarkt für Erneuerbare

Daniel Reissmann 15. Mai 2014 0


Weltweit wächst die erneuerbare Energien Branche beinahe ununterbrochen. Das zeigt sich unter Anderem auch an Zahlen des globalen Arbeitsmarktes. So waren im vergangenen Jahr rund 6,5 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Ein satter Anstieg um 14 Prozent zum Jahr 2012, als nur 5,7 Millionen Menschen in der Branche angestellt waren. Die Zahlen gehen auf eine aktuelle Studie der International Renewable Energy Agency (IRENA) zurück. So zeigt die Studie auch, dass vor allem der chinesische Markt überproportional im Bereich regenerativer Energien wächst. Laut IRENA-Direktor Adnan Z. Amin ist die Branche mittlerweile keine Nische mehr, sondern ein bedeutender globaler Arbeitsmarkt.

© Smileus - Fotolia.com

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Wachstumslokomotive China

Die Studie mit dem Titel „Renewable Energy and Jobs – Annual Review 2014“ dokumentiert auch die nationalen Anteile an den weltweiten Arbeitsplätzen im Sektor. So zeigt sich sehr deutlich, dass China die Wachstumslokomotive ist. Im Reich der Mitte arbeiteten 2013 rund 2,6 Millionen Menschen im EE-Sektor, dahinter folgen weit abgeschlagen Brasilien (0,9 Mio.) und die USA (0,6 Mio.). Deutschland landet mit 370.000 Beschäftigten auf Platz fünf im weltweiten Vergleich. Weiterhin betrachtet die Studie auch, in welchen Teil-Sektoren die meisten Jobs existieren. So arbeiten mit 2,27 Millionen Menschen und damit die meisten im Solarbereich. Es folgen die Teil-Sektoren Biokraftstoffe (1,45 Mio.), Windenergie (0,83 Mio.) sowie Bioenergie (0,78 Mio.). Es ist nicht überraschend, dass gerade die Solarbranche die meisten Jobs ausweist, denn genau diese Branche ist es, die in China sehr stark wächst. So haben sich die chinesischen Photovoltaik-Installationen, laut Schätzung der IRENA, in den letzten drei Jahren verfünffacht. Dabei sind insbesondere Jobs im Installationsgewerbe entstanden. Auch bei der Windenergie verzeichnete die Studie sehr positive Signale aus Asien, während in den USA durch politische Unsicherheiten eher Zurückhaltung vorherrschte. Bei der Offshore-Windenergie konzentriert sich der globale Markt weiterhin auf Europa, hier insbesondere das Vereinigte Königreich und Deutschland.


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