IRENA Experten raten zu einem schnellen Energieumbau

Daniel Reissmann 11. Februar 2014 0


Der Ausbau der erneuerbaren Energien scheint, laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA), ein um einiges höheres Potential zu haben als vielfach vermutet wird, und das ohne zusätzliche Kosten. Die Studie wurde von 82 Experten aus 42 Ländern, die durch die IRENA beauftragt wurden, durchgeführt. Dabei untersuchten die Forscher verschiedene Energiesysteme auf Kosten, Arbeitsmarkteffekte, Potential für Treibhausgasreduktionen und Vor- und Nachteile für die Beteiligten Akteure wie Regierungen, Unternehmen und Bürger. Im Ergebnis sind sich die Experten einig, dass der Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 weltweit verdoppelt werden kann. Das entspräche einem dreißig-prozentigen Anteil.

© visdia - Fotolia.com

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“Es gibt starke wirtschaftliche Argumente für den Übergang zu erneuerbaren Energien”

Die Studie räumt vor allem mit dem gern genutzten Argument der Unwirtschaftlichkeit des Erneuerbaren Ausbaus auf. IRENA Generalsekretär Adnan Z. Amin sagte dazu bei der Vorstellung der Ergebnisse in Abu Dhabi: „Es gibt starke wirtschaftliche Argumente für den Übergang zu erneuerbaren Energien.“ Vor allem weil die moderne Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien so gut wie gar keine Gesundheits- und Klimaschäden verursachen, finanziert sich der Umbau des Systems beinahe von selbst, so der IRENA Experte. Dolf Gielen, Direktor von IRENAs Innovation and Technology Center mit Sitz in Bonn, sagte in einem Interview mit Magazin DW: „Es gibt starke wirtschaftliche Argumente für den Übergang zu erneuerbaren Energien.” Damit spielt er auf die derzeitige Politik der Energiewende an, mit der sich der weltweite Anteil erneuerbarer Energieträger bis 2030 gerade einmal auf 21 Prozent erhöhen ließe, wie Experten vermuten. Die Studie weist insbesondere darauf hin, dass ein zügiger Umbau am wirtschaftlich sinnvollsten wäre, da dieser die meisten Mehrkosten der Verwendung fossiler Energieträger vermeide. Vor allem die Kosten für Gesundheitsschäden sind signifikant, so verursachen laut Gielen die fossilen Energieträger zwei bis vier Cent pro Kilowattstunde an Gesundheitsschadenskosten.


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