Investitionsboom in die erneuerbaren Energien in Entwicklungs- und Schwellenländern

Daniel Reissmann 29. Oktober 2014 0


Die erneuerbaren Energien sind nicht nur eine Chance für die Industriestaaten. Auch die Entwicklungs- und Schwellenländer können wirtschaftlich massiv von der innovativen Branche profitieren. Die konstant hohen Investitionen in die sogenannten „Emerging Markets“ der Entwicklungs- und Schwellenländer bestätigt der neu veröffentlichte „Climatescope“ Bericht von Bloomberg New Energy Finance (BNEF). Zentrales Ergebnis ist, dass ein großer und schnell wachsender Anteil der weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien auf die Märkte in Asien, Afrika, Lateinamerika und der Karibik entfällt. Zudem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die in den Entwicklungs- und Schwellenländern entwickelten Technologien genauso wettbewerbsfähig sein können wie der Industriestaaten.

© apops - Fotolia.com

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„Climatescope“ Index hat sich in den Schwellen- und Entwicklungsländern mehr als verdoppelt

Der „Climatscope“ ist ein Index der 55 verschiedene Märkte in den Regionen Asien, Afrika, Lateinamerika und der Karibik betrachtet hat. Dabei zeigt er, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in diesen Ländern schneller verlief als in den Industriestaaten, was allerdings auch an der bereits hohen Ausbauquote in den Industrienationen liegt. Unabhängig davon, hat sich der Index für die betrachteten Länder in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt, was beinahe als Investitionsboom zu interpretieren ist. Am meisten investiert China in die Erneuerbaren, gefolgt von Brasilien und Südafrika. So hat beispielsweise Südafrika beinahe 10 Milliarden Dollar in den letzten zwei Jahren investiert. In Lateinamerika dominiert Brasilien die Top-List der Investoren in erneuerbare Energien, allerdings konnte Uruguay in den vergangenen Jahren deutlich aufholen. Nicht nur das Angebot wird durch den Ausbau erweitert, parallel wächst auch die Nachfrage nach sauberer Energie in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Der „Climatscope“ ermittelte, dass von 2008 bis 2013 die Nachfrage nach sauberer Energie in den Entwicklungs- und Schwellenländern um 143 Prozent gestiegen ist. Zum Vergleich, für die OECD-Staaten ergab der Index „nur“ eine Wachstumsrate von 84 Prozent.


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