Investition Erneuerbare Energien: Commerzbank will das Geschäft mit der Regenerativkraft ausbauen

Daniel Reissmann 21. September 2014 0


Nicht nur die ingenieurtechnischen Branchen bauen ihre Geschäftsaktivtäten immer weiter in Richtung der erneuerbaren Energien aus. Auch Branchen, die man traditionell weniger mit der Energiewirtschaft in Verbindung bringt, sehen das Potential der regenerativen Energien und wollen davon profitieren. Ein Beispiel ist der Finanzsektor, welcher zunehmend in Projekte der Erneuerbaren-Branche investiert. So will die Commerzbank künftig rund 750 Millionen Euro in das Neugeschäft im Bereich erneuerbarer Energien investieren. Damit erhöht das Finanzinstitut sein Finanzierungsvolumen in diesem Bereich weiter. Bereits im vergangenen Jahr wurden 600 Millionen Euro zusätzlich bereit gestellt, sodass in 2013 ein Gesamtvolumen von rund 3,6 Milliarden Euro verfügbar war.

© F.Schmidt - Fotolia.com

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Commerzbank setzt vor allem auf die Windkraft

In ihren Finanzierungsvorhaben will sich die Commerzbank vor allem auf die Windkraft fokussieren. Was die geografische Verteilung angeht, so wird global investiert, wobei weiterhin einzelne Hauptmärkte existieren, in Europa beispielsweise Deutschland, Dänemark und Großbritannien. Wachstum verzeichnet vor allem der asiatische Markt, allen voran China, sowie die südamerikanischen Regionen. Die europäischen Märkte wachsen hingegen nicht mehr so stark, befinden sich aber auf einem stabilen hohen Niveau, so die Analysten der Commerzbank. “Die Welt wird für die Windkraft global”, meint Ingrid Spletter-Weiß, Leiterin des Geschäftsbereichs Competence Center Energy der Commerzbank. “Die Commerzbank versteht sich als strategischer Partner der unumkehrbaren Energiewende und finanziert Vorhaben in allen drei Dimensionen: Energieproduktion, Energieverteilung und Energieeffizienz”, so Spletter-Weiß zudem. Die Expertin der Commerzbank ist sich sicher, dass die Erneuerbare-Energien-Branche, insbesondere der Bereich Windenergie, hoch innovativ ist, dies führt aber auch zu Herausforderungen.  “Allerdings rücken die erneuerbaren Energien, und hier vor allem die Windkraft, mit einem Anteil von fast einem Viertel an der Stromerzeugung in Deutschland, immer mehr in den Mittelpunkt der Versorgungswirtschaft. Es wird deshalb immer wichtiger, in moderne, intelligente Netze und in Speichertechnologien zu investieren und daran zu forschen. Das ist unumgänglich, um die Stabilität der Versorgung zu gewährleisten.”, so Spletter-Weiß. Ein nachhaltiges Geschäft für die Commerzbank, aber auch eine große Herausforderung.


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