Internationale Energie-Agentur kritisiert die hohen Strompreise in Deutschland

admin 25. Mai 2013 0


Seit dem massiven Anstieg der Strompreise in den letzten Monaten steht die deutsche Energiewende zunehmend unter Beschuss. Nun formulierte auch die Internationale Energiebehörde (IEA) in ihrem Länderbericht zu Deutschland ihre Kritik an der bisherigen Handhabung der Energiewende. Vor allem die hohen Strompreise in Deutschland sind der IEA dabei ein Dorn im Auge.

So zahlen die deutschen Verbraucher die Energiewende vorwiegend aus eigener Tasche. Die Umlage werde aber keineswegs gleich verteilt, sondern treffe vor allem Haushalte mit geringem Einkommen sehr hart, während Großverbraucher die EEG Umlage wesentlich weniger zu spüren bekommen. In dieser Ungleichverteilung sieht die IEA einen wichtigen Punkt warum die Energiewende auch in der deutschen Bevölkerung auf immer mehr Widerstände stößt. Hinzu kommt, dass keineswegs klar ist welche Rollen fossile Energieträger wie etwa Erdgas bei der weiteren Energiewende spielen sollen. Der ungleichen Kostenverteilung in der Bevölkerung stehen nach Ansicht der IEA darüber hinaus zu geringe Investitionen in den Netzausbau gegenüber, welcher für eine langfristige Energiewende unabdingbar ist.

Die Internationale Energiebehörde appelliert an die Bundesregierung klare Maßnahmen zu ergreifen, „um sicherzustellen, dass die Kosten der Energiewende so niedrig wie möglich gehalten sowie fair und gerecht auf alle Verbraucherkategorien verteilt werden, und den durch die Schaffung neuer Kapazitäten der regenerativen Energieerzeugung bedingten Anstieg der EEG‐Umlage begrenzen und dabei zugleich vollen Nutzen aus dem raschen Rückgang der Technologiekosten ziehen, zu dem es gekommen ist.“


Comments are closed.