Industrie befürchtet mehr Arbeitslose bei Aufhebung der Industrie Rabatte

Tim 11. November 2013 0


Angesichts der aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union deutet alles darauf hin, dass die Industrie-Rabatte bei der EEG-Umlage schon bald Geschichte sein werden. Der Stromkostenanstieg für private Verbraucher soll so zumindest begrenzt werden. Die Industrie warnt allerdings bereits vor einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit bei einer ersatzlosen Streichung der bisher von der EEG-Umlage befreiten Branchen.

© jonasginter - Fotolia.com

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Daran dass das Erneuerbare Energien Gesetz in den nächsten Monaten reformiert werden wird, besteht kein Zweifel mehr. Nun geht es bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD darum das Wie zu klären. Allmählich nehmen die ersten Maßnahmen Gestalt an. So wird es voraussichtlich den Industrie-Rabatten an den Kragen gehen. Schließlich sind zahlreiche Branchen und Unternehmen aktuell von der EEG-Umlage befreit oder zahlen einen vergünstigten Satz.

Mit dieser Maßnahme soll einerseits der Anstieg der Stromkosten für private Verbraucher begrenzt werden, andererseits reagiert man damit auch auf die Forderungen aus Brüssel. So sieht die EU in der bisherigen Praxis der Industrie-Rabatte einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Seitens der Industrie wurde angesichts dieser Pläne bereits Widerstand geäußert. So warnten viele Branchen vor steigenden Arbeitslosenzahlen. Wie die „Welt“ eine Darstellung der deutschen Metallindustrie zitiert, seien alleine in diesem Bereich etwa eine Million Arbeitsplätze gefährdet.

Aber auch andere Bereiche wie etwa die Braunkohle-Industrie könnten durch die Streichung der Rabatte enorm bedroht werden und im internationalen Wettbewerb massiv an Boden verlieren, was wiederum die Entlassung zahlreicher Angestellter zur Folge haben könnte.


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