In Folge der Abschaltung der AKWs senkt Japan seine Klimaziele für 2020

Tim 15. November 2013 0


Ursprünglich wollte Japan seinen CO2 Ausstoß bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 um 25 Prozent senken. Diese Ziele wurden nun allerdings von der Regierung gekippt. In Folge der Abschaltung sämtlicher Meiler nach der Atomkatastrophe von Fukushima sei eine Reduzierung der Treibhausgase um 25 Prozent gegenüber 1990 nicht mehr erreichbar.

© visdia - Fotolia.com

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Eine Einhaltung seiner Klimaschutzziele scheint für Japan derzeit unerreichbar zu sein. Ursprünglich hatte die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde beschlossen die Treibhausgase bis 2020 um 25 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Die Atomkatastrophe von Fukushima und die darauffolgende Abschaltung sämtlicher Meiler haben diese Ziele nun aber obsolet gemacht.

In den vergangenen 2 Jahren war Japan stark auf fossile Energien angewiesen, um den Energieverlust, der durch die Abschaltung der Atomkraftwerke des Landes entstand, auszugleichen. Vor der Atomkatastrophe von Fukushima deckte Japan rund ein Drittel seines Strombedarfs durch Atomkraft.

Stattdessen peilt Japan nun an den CO2 Ausstoß um 3,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 zu senken. In diesem Szenario geht Japan allerdings davon aus, dass sämtliche Meiler abgeschaltet bleiben. Tatsächlich strebt die Regierung unter Ministerpräsident Shinzo Abe aber die Wiederinbetriebnahme sämtlicher Meiler an. Es ist also durchaus möglich, dass Japan in den nächsten Jahren wesentlich weniger Treibhausgase produziert als bisher angenommen. Offiziell will Japans Umweltminister Nobuteru Ishihara das neue Klimaschutzziel auf der UN-Klimaschutzkonferenz in Warschau bekannt geben.


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