Im Bereich erneuerbare Energie droht Fachkräftemangel

Sandra 11. August 2012 0


Wer jetzt einen Ausbildungsplatz sucht, der ist gut beraten, wenn er sich im Bereich erneuerbare Energie umschaut. Obwohl es in der Solarbranche im Moment durch die Konkurrenz aus Asien kriselt, bleibt der Bedarf an Fachkräften ungebrochen hoch.

Das gilt für Anlagen der Wasserkraft und der Windkraft genauso wie für die Geothermie und die Nutzung von Biomasse. Auch die Solarbranche hat Bedarf, denn es sind in den letzten Jahren unzählige private Solaranlagen montiert worden, die auch eine fachkundige Wartung haben müssen.

Der Wirtschaftsrat von Hamburg hat den Fachkräftebedarf jetzt in die öffentliche Diskussion gebracht, denn die Experten gehen davon aus, dass er in den nächsten Jahren durch die Erweiterung des ökologischen Energiesektors weiter steigen wird. Zu dem Ergebnis kommt ein Gutachten, das vom „Institut für Innovation und Technik“ erstellt worden ist. Welche Zahlen die erneuerbare Energie jetzt schon auf dem Arbeitsmarkt bewirkt, zeigt sich an der Region Hamburg besonders deutlich. In der Region werden 25.000 Arbeitsplätze durch erneuerbare Energie bereit gestellt. Wenn der Ausbau analog der Pläne der Bundesregierung weiter fortschreitet, dürfte die Zahl in den nächsten fünf Jahren deutlich ansteigen.

Doch Fachausbildungen brauchen Vorlauf. Allein die duale Grundausbildung für einen Servicetechniker dauert fast drei Jahre. Bei Umschulungen zur Anpassung an die neuen Anforderungen müssen auch zwei Jahre gerechnet werden. Auch der Bedarf an studierten Kräften ist in der Branche hoch. Und dort schlagen beim Bacherlor-Abschluss mindestens drei Jahre und beim Master-Abschluss mindestens fünf Jahre zu Buche. Das macht es notwendig, schon jetzt Maßnahmen zur langfristigen Bereitstellung von Fachkräften ergreifen zu müssen.