HSE sieht Änderungen am EE-Gesetz als Gefahr für Energiewende

admin 4. März 2013 0


Der  südhessische Energieversorger HSE äußerte sich am Freitag kritisch über die Pläne der Bundesregierung, das Erneuerbare-Energie-Gesetz neu anzupassen. Durch die Änderungen würde man das Vertrauen in die Rechtssicherheit verlieren und somit die Energiebranche und Investoren verunsichern, so das Unternehmen in der Pressemitteilung. „Die geplanten Änderungen des EEG sind ein Tabubruch, denn sie stellen rückwirkend die Kalkulationsgrundlagen solcher Investitionen in Frage“, sagt Michael Böddeker Vorstand der HSE AG. Dies würde eine Investition in zukünftige Projekte erheblich erschweren.

Beim EE-Gesetz gebe es durchaus Anpassungsbedarf, jedoch würden die bisherigen Vorschläge nach Böddeckers Ansicht zu einem massiven Rückgang der Investitionen führen. Auf diese Weise könnte die Bundesregierung ihre gesteckten Ziele nicht erreichen. „Wir hoffen, dass die zuständigen Minister ihre Pläne noch einmal überdenken. Sonst droht ein Abwürgen der Energiewende.“

Das Unternehmen will jedoch an seine momentane Investitionsstrategie bei den erneuerbaren Energien festhalten. Neue Projekte sollen jedoch im Hinblick auf mögliche Änderungen am EE-Gesetz nochmal überprüft werden.  Die HSE investiert bis 2015 rund eine Milliarde Euro in erneuerbare Energien. Die größte Einzelinvestition ist hierbei der Offshore-Windpark Global Tech 1 in der Nordsee, an dem das Unternehmen mit knapp 25 Prozent beteiligt ist. Das momentane Ziel des Energieversorgers ist, eine Kraftwerksleistung von 450 Megawatt durch erneuerbare Energien zu erlangen. Zurzeit besitzt das Unternehmen eine installierte Gesamtleistung von knapp 300 Megawatt in Bau oder Betrieb.