Holz – der am meisten unterschätzte Energielieferant?

admin 17. Mai 2013 0


Als Hauptträger der Energiewende, die weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien führen soll, werden in der Regel in erster Linie Photovoltaik und Windkraft benannt. Der aktuell wohl wichtigste erneuerbare Rohstoff wird dabei aber oft vergessen: Holz. Holz gilt in Deutschland wegen der schnellen und unkomplizierten Versorgungslage als der Energieträger Nummer 1.

Durch die Verbrennung von Holz wird derzeit bedeutend mehr Energie gewonnen als etwa aus der Windenergie. So meinte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) bei einem Treffen des Dachverbands der Waldeigentümer AGDW: „Aus Holz werden aktuell fast dreimal mehr Terrawattstunden Strom gewonnen als aus Windenergie. Holz wird unterschätzt.“ Altmaier will den Einsatz von Holz als Energieträger daher auch weiterhin fördern – nicht zuletzt um so die Energiewende voranzutreiben. Doch es gibt auch kritische Stimmen bei der verstärkten Nutzung von Holz als Brennstoff.

So sehen etwa die Grünen bei der einseitigen Nutzung von Holz die Gefahr, dass andere erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik vernachlässigt werden. Dabei sollten gerade diese die Hauptträger der Energiewende sein. Feste Biomasse wie Holz sollte im Rahmen der Energiewende nach Auffassung von Cem Özdemir, dem Bundesvorsitzenden der Partei, dagegen nur verwendet werden, um Energieschwankungen abzufangen. Ansonsten sollte Holz in erster Linie als Baumaterial und nicht als Energielieferant genutzt werden.


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