Hoffnung für Solarworld – Gläubiger stimmen in der ersten Runde mit „Ja“

admin 5. August 2013 0


In der ersten Gläubigerversammlung des angeschlagenen Unternehmens Solarworld haben die Investoren am Montag mit großer Mehrheit für die Durchführung des Rettungsplans gestimmt. Dieser bedeutet einen großen Schulden- und Kapitalschnitt für Solarworld. Am Dienstag folgt die zweite Gläubigerversammlung.

Für Frank Asbeck, Chef und Gründer des Solarkonzerns Solarworld, heißt es erst einmal aufatmen. Die Gläubigerversammlung des stark angeschlagenen und hoch verschuldeten Unternehmens Solarworld hat am Montag für die Durchführung eines Rettungsplans gestimmt. Dieser sieht unter anderem einen scharfen Schulden- und Kapitalschnitt vor. Die Investoren müssen damit vorerst auf 55 Prozent ihres Geldes verzichten. Dieses wird stattdessen in Aktien umgewandelt. Gegenüber einem endgültigen Konkurs – und damit einem Totalverlust des investierten Geldes – ist diese Möglichkeit aber  dennoch deutlich attraktiver.

Nicht verwunderlich also, dass 99,9 Prozent der Anwesenden dem Rettungsplan zustimmten. Der Optimismus, den Asbeck im Vorfeld äußerte, scheint sich zu bewahrheiten. Auch die Anwesenheitszahl der Gläubiger war mit 35 Prozent so hoch, dass die Versammlung beschlussfähig war. Mit dem „Ja“ am Montag ist allerdings erst die erste Hürde geschafft. Am Dienstag folgt eine weitere Gläubigerversammlung, bei der sich die Gläubiger ebenfalls mit einer Mehrheit von 75% für den Rettungsplan aussprechen müssen. Der Schuldenberg von Solarworld beläuft sich derzeit auf rund 900 Millionen Euro.