Hessens Umweltministerin behält Nein zum Fracking bei

Tim 20. November 2013 0


Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) hat sich erneut gegen die Anwendung der umstrittenen Fracking-Methode in Hessen ausgesprochen. Solange Risiken für die Umwelt nicht ausgeschlossen werden können, sollte Fracking nicht angewandt werden. Unterstützung bekam Puttrich von SPD, Grünen und Linken. Lediglich die FDP will sich nicht grundsätzlich gegen das Fracking verschließen.

© bluedesign - Fotolia.com

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Am Mittwoch bekräftigte Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) im Landtag in Wiesbaden ihr Nein zur umstrittenen Fracking-Methode. Es herrsche ein breiter Konsens darüber, dass die Methode nicht angewandt werden sollte, solange mögliche Risiken für die Umwelt und die Gesundheit nicht ausgeschlossen werden können.

Grüne, SPD und Linke sprachen sich ebenfalls für ein Fracking-Verbot aus. Lediglich die FDP zeigte sich offener und will die Fracking-Methode nicht kategorisch verbieten. So meinte etwa der FDP-Abgeordnete Frank Sürmann: „Wer die Chancen liegenlässt, der verkauft den Wert Deutschlands.“ Der Linkspartei geht das bisherige Nein zum Fracking allerdings noch nicht weit genug. Stattdessen fordert sie ein grundlegendes Verbot der umstrittenen Methode in Hessen. Dies sei jedoch laut Puttrich nicht möglich, da es hierfür keine gesetzliche Grundlage im Bundesgesetz gebe.

Beim Fracking werden neben Wasser und Sand zum Teil auch hochgiftige Chemikalien in tiefe Erdschichten geleitet, um das dortige Gestein aufzusprengen. So kann Öl und Gas auch in tieferliegenden Gesteinsschichten sehr gut befördert werden. Die Technik steckt allerdings noch in den Kinderschuhen und ist noch nicht hinreichend erforscht. Risiken für die Umwelt können derzeit also nicht ausgeschlossen werden.


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