Greenpeace veröffentlicht Schwarzbuch

admin 15. April 2013 0


Die Umweltorganisation Greenpeace hat ein neues Papier veröffentlicht, in dem sie das Verhältnis von 45 deutschen Politikern mit der Kohleindustrie anprangert. Das sogenannte Schwarzbuch „Kohlepolitik“ spricht von einer stetigen Verfilzung der Regierung mit der Kohlepolitik. Vor allem SPD-Politiker geraten in das Visier der Umweltschützer, denn von den 45 aufgelisteten Personen sind alleine 26 Sozialdemokraten.

Hierbei wurden die Politiker in verschiedene Kategorien aufgeteilt: “Seitenwechsler”, “Doppelspieler” und “Überzeugungstäter”. Durch diese Verfilzung würde die Kohlestromproduktion in Deutschland wieder stärker gefördert werden. Zurzeit liegt der Anteil der Braunkohle an der deutschen Stromproduktion bei 26 Prozent, Tendenz steigend. Dies ist auch ein Grund, weshalb der CO2-Ausstoß in Deutschland nach Jahren wieder leicht anstieg.

Die Greenpeace-Studie sagt, dass die Politiker ihre Position dafür nutzen würden „um den Kohlekonzernen hohe Gewinne zu sichern und nicht selten das eigene Einkommen aufzubessern“. Auch Länder politisch seien die Stromriesen stark verknüpft, vor allem in den Bundesländern mit Kohlebergbau und energieintensiver Industrie. So kommen in der Greenpeace Liste vor allem viele Politiker aus NRW vor, aber auch in Brandenburg gäbe es viele kohlefreundliche Politiker.
Erst vor kurzem hat Greenpeace ein umstrittenes Papier zu Braunkohlekraftwerken veröffentlicht. In der Studie „Tod aus dem Schlot“ macht die Organisation die Kraftwerke für rund 3000 indirekte Tode jährlich verantwortlich. Die Umweltschützer fordern einen Kohlekraftwerk-Ausstieg bis 2040.


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