Greenpeace Aktivisten dringen in Kraftwerksgelände ein

admin 15. Juli 2013 0


Etwa 30 Greenpeace Aktivisten gelang es auf das Gelände eines südfranzösischen Kraftwerks vorzudringen. Die Aktivisten wollten so auf Sicherheitsprobleme der französischen Nuklearanlage Tricastin aufmerksam machen. In den Sicherheitsbereich des Kraftwerks konnten die Aktivisten jedoch nicht vordringen.

Am Montagmorgen gelang es rund 30 Greenpeace Aktivisten auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Tricastin einzudringen. Dort kletterten Sie mit entsprechendem Gerät auf Gebäude und brachten verschiedene Transparente an, um auf die Sicherheitsprobleme des Atomkraftwerks hinzuweisen. Auf einem der Plakate ist zu lesen: „Atomunfall im AKW Tricastin – Ist Francois Hollande der Präsident der Katastrophe?“ Zudem projizierten die Aktivisten einen großen Riss auf die Atomanlage. Einigen Greenpeace-Aktivisten gelang es auch auf Verladekräne an den Reaktoren zu klettern.

In den Sicherheitsbereich des Kraftwerks konnten die Aktivisten jedoch nicht vordringen. Tricastin ist Greenpeace zufolge „eine der fünf gefährlichsten Atomanlagen Frankreichs“ und neben dem AkW Fessenheim „am schlechtesten gegen Naturkatastrophen oder terroristische Angriffe geschützt“. Bereits mehrfach wurde gegen das rund 30 Jahre alte Kraftwerk demonstriert. Frankreich betreibt derzeit 58 Kernreaktoren – und ist damit hinter den USA das Land mit den weltweit meisten Atomkraftwerken. Die Bemühungen der französischen Regierung den Anteil des Atomstroms auf 50 Prozent bis 2025 zu senken geht vielen Umweltschützern und Atomkraftgegnern nicht weit genug.