Gorleben-Überprüfung als Endlager vorerst gestoppt

admin 27. März 2013 0


Am Sonntag haben sich Niedersachsen und der Bund über das Problem der Endlagersuche geeinigt. Vorerst sollen keine weiteren Castor-Transporte und Erkundungen beim Endlager Gorleben stattfinden, so der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Montag in Hannover. Dies wurde ihm von Bundesumweltminister Peter Altmaier zugesichert (CDU).

Zukünftig soll eine Enquete-Kommission für die bundesweite Suche nach einem geeigneten Standort für ein deutsches Atommüll-Endlager eingesetzt werden. Die Kommission soll aus 24 Personen bestehen, die aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaft kommen. Das Gremium soll bis Ende 2015 Kriterien für ein Endlager aufstellen, wobei mit einer Zweidrittelmehrheit entscheiden wird.  Gorleben wird jedoch immer noch ein möglicher Kandidat für ein mögliches Endlager bleiben.

Der Transportstopp nach Gorleben wird dieses und nächstes Jahr vorerst keine Probleme machen, doch ab 2015 könnte dies wieder anders aussehen. Ab 2015 müssen noch 21 Behälter aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield und 6 Behälter aus dem französischen La Hague aufgenommen werden. Aus diesem Grund zeigt sich auch das Deutsche Atomforum (DAtF) beunruhigt. Eine parteiübergreifende Lösungssuche für das Endlagerproblem sei zwar lobenswert, jedoch sei das Zwischenlager Gorleben „derzeit die einzige Einrichtung in Deutschland mit einer Genehmigung zur Aufnahme zurückzuführender verglaster radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung im Ausland,“ so ein Sprecher aus Berlin.


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