Gewinner des Deutschen Solarpreises 2012 ist Belectric

admin 29. Oktober 2012 0


Der Deutsche Solarpreis 2012 geht dieses Jahr unter anderem an das Unternehmen BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH. Der Preis existiert seit 1994 und wird von Eurosolar an Kommunen, Unternehmen, lokale Vereine, Genossenschaften sowie an Einzelpersonen vergeben. Der Preis wird für innovative Projekte und Pioniere im Bereich Erneuerbare Energien vergeben. Eine Jury vergibt fünf Preise, in unterschiedliche Kategorien, an 120 Bewerber.

Das Solar-Unternehmen Belectric wurde in der Kategorie „Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehme“ ausgezeichnet. Sie wurde hierfür für die Weiterentwicklung von bestehender Photovoltaik-Kraftwerkstechnik ausgezeichnet, die das netzstabilisierende Potential von Solar-Kraftwerken verbessert. Die Netzspannung kann durch den Einsatz von dynamischen Blindleistungsreglern nachhaltig stabilisiert werden, was vor allem für die Systemstabilität eines Netzes wichtig ist.

Der Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen erhielt den Preis in der Kategorie „Städte/Gemeinden, Landkreise und Stadtwerke“, für die Zielsetzung einer Energieautarkie bis zum Jahr 2050. Dies soll  durch die Zusammenarbeit von vier Stadtwerken in der Region und der sogenannten Strommarke „Unser Landstrom“ erreicht werden. Die Strommarke „Unser Landstrom“ versorgt Haushalte und Unternehmen mit lokal produziertem nachhaltigen und CO2-neutralem Strom. Prof. Dr. Dr. Werner Sobek erhielt den Preis in der Kategorie „Solares Bauen und Stadtentwicklung“, für die Entwicklung eines Wohnhauses, das seine eigene Energie erzeugt und noch dazu in der Lage ist, den jährlichen Verbrauch von zwei Elektroautos und einen Elektrofahrrads zu decken.

Zudem erhielt das Teckwerk Bürgerenergie eG den deutschen Solarpreis in der Kategorie „Lokale oder regionale Vereine/Gemeinschaften“. Die Initiative hat ein Konzept entwickelt, um ein Netzrückkauf durch Kommunen und Bürgern zu realisieren. Das Ziel ist die Erhöhung Transparenz in der Energielandschaft und eine verstärkte Bürgerbeteiligung. Der Sonderpreis geht an  Prof. Dr. Ernst Schrimpff aus Freising, der sich jahrzehntelang für eine Markteinführung von regenerativen Energien eingesetzt hat. Er engagierte sich für eine kostendeckende Stromvergütung, die als erstes in Freising beschlossen wurde und daraufhin von vielen bayrischen Kommunen beschlossen wurde. Sie wurde später zum Paten des EEGs und wurde als Grundprinzip in bereits 60 Ländern der Welt übernommen.