Gesetzesentwurf für Fracking vorerst auf Eis gelegt

admin 5. Juni 2013 0


Im Streit um die Schiefergasförderung, die auch als Fracking bezeichnet wird, hat die Regierung beschlossen einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorerst auf Eis zu legen. Vor der Bundestagswahl im September wird hier folglich keine Entscheidung getroffen. Beim Fracking wird in tiefen Gesteinsschichten unter Einpumpen einer chemischen Flüssigkeit ins Erdreich Erdöl und Erdgas gewonnen. Die Methode ist umstritten, da die Risiken für die Umwelt nicht zu kalkulieren sind.

Nicht verwunderlich also, dass Union und FDP dieses brisante Thema erst nach der Bundestagswahl angehen wollen. Seitens der Opposition hagelte es für diese Entscheidung bereits Kritik, denn eine Vertagung eines entsprechenden Gesetzesentwurfes erlaubt es Unternehmen das umstrittene Fracking in Deutschland bis zu einer endgültigen Regelung durchzuführen. Sowohl SPD als auch Grüne haben sich deutlich für ein Verbot des Frackings ausgesprochen. So äußerte sich Oliver Krischer, der energiewirtschaftliche Sprecher der Grünen: „Die Unfähigkeit von Schwarz-Gelb, ein Fracking-Gesetz zu verabschieden, ist ein Armutszeugnis erster Klasse und verantwortungslos gegenüber den Menschen in den betroffenen Regionen.“

Neben den Gefahren für die Umwelt ist außerdem die Wirksamkeit des Frackings für die deutsche Energiewende umstritten. So kam der Umweltrat der Bundesregierung erst kürzlich zu dem Schluss, dass das Fracking keinen nennenswerten Beitrag zur Energiewende leisten wird.


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