Geothermie – die Chance für Indonesien

Sandra 19. August 2012 0


Vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer könnten erneuerbare Energien nutzen, um ihre Wirtschaft in Schwung zu bringen. Die Länder in Afrika könnten beispielsweise die gigantischen Wüstenflächen nutzen, um Solarstrom zu produzieren.

Sinn macht das allerdings nur dann, wenn auch die Netze vorhanden sind, über die der Strom an die Verbraucher verteilt werden kann. Doch an anderen Stellen sitzen die Stromabnehmer ganz in der Nähe.

So ein Beispiel ist Indonesien. Dort leben knapp 238 Millionen Menschen. Mehr als die Hälfte von ihnen ist in der Landwirtschaft tätig. Es gibt viele Arbeitslose, was bewirkt, dass ein Viertel der Bevölkerung unter dem Niveau lebt, was als Armutsgrenze bezeichnet wird. Sie könnten in Zukunft durch einen Job im Sektor erneuerbare Energie ihre Lebenssituation deutlich verbessern.

Größere Investitionen und dadurch neue Jobs sind bei der Nutzung der Geothermie im Gespräch. Und da hat Indonesien ein gewaltiges Potential zu bieten. Die Experten schätzen es auf rund 29.000 Megawatt. Genutzt wird davon bisher gerade einmal ein Zwanzigstel. Die genutzten Kapazitäten bei der Geothermie sollen innerhalb der nächsten Jahre in einem ersten Schritt auf ein Fünftel gesteigert werden. In einem zweiten Schritt soll die Geothermie in Indonesien bis zum Jahr 2025 auf eine Gesamtleistung von rund 15.000 Megawatt erhöht werden.

Doch dafür sind gigantische Investitionen notwendig, die von der indonesischen Regierung aktuell auf etwa 30 Milliarden Dollar geschätzt werden. Sie sollen zum Teil aus einer Erhöhung der Strompreise kommen. Konkrete Preise werden noch nicht benannt, aber es gibt bereits erste Hinweise darauf, dass es dabei regionale Unterschiede geben wird.