Gehlrlicher Solar vor dem Aus

admin 9. Juli 2013 0


Mit der Gehrlicher Solar AG hat die Photovoltaik-Krise ein weiteres Opfer gefunden. Am vergangenen Freitag beantragte das Unternehmen ein Insolvenzverfahren beim Münchener Amtsgericht. Verantwortlich für die Pleite seien in erster Linie die kürzlich von der EU eingeführten Strafzölle auf chinesische Solarmodule.

Die Hiobsbotschaften aus der europäischen Solarbranche reißen nicht ab. Mit der Gehrlicher Solar AG steht nun das nächste Unternehmen vor dem Aus. Bereits am vergangenen Freitag reichte die Solarfirma einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in München ein. Da dem Solarunternehmen ein bestehender Kreditvertrag von 85 Millionen Euro von der Bank gekündigt worden war und eine Rückzahlung nicht möglich war, blieb der Gehrlicher Solar AG nur der Gang zum Amtsgericht.

Verantwortlich für die Pleite macht der Konzern die kürzlich von der EU-Kommission eingeführten Strafzölle auf chinesische Solarmodule. Was ursprünglich als „Schutzzoll“ gedacht war, der die heimische Solarindustrie vor den Dumping-Preisen der chinesischen Hersteller schützen sollte, wurde der Gehrlicher Solar AG zum Verhängnis. Da das Unternehmen chinesische Solarmodule verbaute, ließ sich der Geschäftsplan des Solarkonzerns, der die Strafzölle nicht einkalkuliert hatte, nicht mehr verwirklichen, was die Bank schließlich zu einer Kündigung des Kreditvertrages veranlasste. Gegner der eingeführten Strafzölle hatten im Vorfeld bereits auf die Möglichkeit verwiesen, dass diese einigen europäischen Unternehmen zum Verhängnis werden könnten.


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