Führt die forcierte E-Mobilität langfristig zu einer Stromknappheit?

admin 26. November 2012 0


E-Mobilität wird nicht selten als die Zukunft des nachhaltigen und abgasfreien Verkehrswesens gesehen. Doch könnte der steigende Anstieg von Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen für einen Mangel an Strom und somit zu einer Energieknappheit führen? Letztes Jahr flossen insgesamt 28 Milliarden Liter Benzin und 17 Milliarden Liter Diesel in die Tanks deutscher PKWs. Würde man das in den heutigen Spritpreis umrechnen, wären dies mehr als 70 Milliarden Euro. Da stellt sich die Frage: Was passiert wenn in den nächsten Jahren die E-Mobile an überhand gewinnen?

Laut einer Studie des Frauenhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) werden in Zukunft auf lange Sicht nur wenige Elektroautos die deutschen Straßen befahren. Dafür stellten die Fachleute zwei Marktprognosen auf: Das Dominanz-Szenario und das Pluralismus-Szenario. Da nicht alle 43 Millionen Autos in Deutschland gleichzeitig ausgetauscht werden, ist mit keinem Problem zu rechnen. Momentan liegt die Wechselrate bei PKWs jährlich bei 3 Millionen. Es würde also knapp zehn Jahre dauern um den kompletten Fuhrpark zu erneuern.

Und selbst dann wird im optimistischen Dominanz-Szenario mit gerade Mal knapp 1,7 Millionen E-Autos in Deutschland gerechnet. 2030 sollen es rund 9,8 Millionen sein. Da ist das Pluralismus-Szenario schon realistischer. Dies projiziert knapp 400.000 Elektroautos und Plug-in Hybride im Jahre 2020. 1,9 Millionen sollen es dann 2030 sein. Einen Strommangel durch den Anstieg von Elektroautos muss der deutsche Bürger also in naher Zukunft nicht befürchten.