Frankreich und Deutschland rücken bei der Energiepolitik näher zusammen

admin 13. Mai 2013 0


Bis 2022 will Deutschland komplett ohne Atomstrom auskommen und den Anteil der regenerativen Energien am Energiemix massiv erhöhen. Mit dieser „Energiewende“ nimmt Deutschland eine klare Vorreiterrolle in Europa ein, doch allmählich ziehen auch andere Ländern nach und stellen die Weichen für eine grünere Zukunft mit weniger oder sogar ganz ohne Atomstrom.

So war Frankreich – ebenso wie Deutschland – lange Zeit ein vehementer Verfechter von Atomkraftwerken. Derzeit bezieht das Land rund 75 Prozent seines Energiebedarfs aus heimischen Atomkraftwerken. Doch auch in Frankreich hat sich allmählich ein schleichender Umbruch im Denken eingeschlichen. Im Rahmen der „Transformation Energetique“, dem französischen Pendant zur deutschen Energiewende, wird etwa ein Abbau des Anteils der Atomenergie angestrebt. Bis 2025 sollen nur noch 50 Prozent des Strombedarfs des Landes mit Atomkraft gedeckt werden. Die entstehende Differenz soll dabei nicht etwa mit Kohlekraftwerken, sondern mit Strom aus erneuerbaren Energien kompensiert werden.

Nicht verwunderlich also, dass Paris und Berlin in puncto Energiepolitik in Zukunft wesentlich stärker zusammenarbeiten möchten, um gemeinsam einen langfristigen Umschwung herbeizuführen. So trafen sich am Mittwoch die französische Umweltministerin Delphine Batho und ihr deutscher Kollege Peter Altmaier, um einen Plan für eine enge Zusammenarbeit im Energiebereich auszuarbeiten. Ziel der Zusammenarbeit ist es nicht nur den Anteil der regenerativen Energien in beiden Ländern zu vergrößern, sondern auch innerhalb Europas eine gemeinsame Führungsrolle im Energiesektor zu übernehmen.


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