Fracking: Großbritannien bekennt sich zur Schiefergasförderung

admin 15. Juni 2013 0


In Großbritannien ist die Schiefergasförderung nicht nur gesetzlich gestattet, sondern auch erwünscht. Mit Centrica steigt nun auch der größte britische Energieversorger in das Fracking-Geschäft ein. Die britische Schiefergasförderung wird damit auf eine neue Ebene gehoben.

Der britische Energiegigant Centrica hat sich als erstes großes Energieunternehmen Großbritanniens für die Anwendung der Fracking Methode entschieden. Anders als in Deutschland ist das Fracking in Großbritannien weitaus weniger umstritten. Vielmehr ermuntert die Regierung Unternehmen zur Anwendung der neuen Öl- und Gasfördermethode. Wie die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, investierte Centrica insgesamt 40 Millionen Pfund, um ein Viertel der Rechte einer Schiefergasformation zu bekommen.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sollen in den kommenden Monaten noch einmal rund 120 Millionen Pfund fließen, um ein dauerhaftes Fracking vorzubereiten. Centrica sucht bereits seit längerem händeringend nach alternativen Methoden, um die Erdgasförderung zu steigern. Bislang wird Erdgas vor allem aus Förderregionen in der Nordsee gewonnen. Die gesamte Branche hält entsprechend Ausschau nach Möglichkeiten die Förderung zu steigern. Centrica ist allerdings das erste britische Unternehmen, das den Schritt gewagt hat und hohe Summen in die Schiefergasförderung investiert. Sollte das kleine Wagnis gelingen und sich das Fracking als profitabel erweisen, dürften schnell weitere größere Energieunternehmen nachziehen.


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