Forschungsförderung im Bereich der erneuerbaren Energien – Ausreichend oder ausbaufähig?

Daniel Reissmann 9. Juli 2014 0


In einem modernen Zeitalter, wie unserem, in welchem vor allem wissenschaftliche, technische und gesellschaftliche Innovationen sehr gefragt sind, ist die Förderung der Forschung ein wesentlicher Baustein für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Um den nächsten großen Meilenstein der menschlichen Entwicklung, die Energiewende, zu meistern, ist es vor allem in diesem Bereich wichtig, dass eine ausreichende Forschungs- und Innovationsförderung betrieben wird. Nur so ist es möglich, dass die Akteure die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben auch finanziell meistern können. Es stellt sich die Frage, ob die heutige Förderpolitik bereits ausreicht oder ob man nicht mehr in die Energiewendeforschung und die Innovationen im Kontext dieser investieren sollte?

© apops - Fotolia.com

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„Was die Fördermittel anbetrifft, sind wir auf einem sehr hohen Niveau.“

Vertreter der Ministerien sind mit der Höhe der jeweiligen Förderhaushalte zufrieden, was wenig überraschend ist. „Wir sind bei Antritt der neuen Bundesregierung damals aufgefordert worden, den bisherigen Pfad der Energieforschung fortzusetzen. Was die Fördermittel anbetrifft, sind wir auf einem sehr hohen Niveau.“ meint beispielsweise Georg Menzen, Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums während einer Veranstaltung des Deutsch-französischen Büros für erneuerbare Energien. Ein neues Energieforschungsprogramm, so wie es jüngst diskutiert wurde, wird es laut Menzen nicht geben. „Das 2011 in Kraft getretene Programm läuft weiter, wir versuchen diese Programme immer über fünf bis sechs Jahre laufen zu lassen.“ so der BMWi – Mitarbeiter. Neue Initiativen wird es wahrscheinlich Anfang kommenden Jahres zu den Themen Solar Buildings und Solarstädte geben. Auch die Förderungen in Bezug auf Energiespeicher werden wahrscheinlich ausgeweitet. „Die Speicherung ist ein wichtiger Teil der Energiewende, und da ist Wasserstoff ein idealer Speicher. Vor allem können wir den im Verkehr einsetzen. So können wir den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen und einen erheblichen Beitrag zur Energieeinsparung im Verkehr leisten.“, meinte Menzen. Dazu wird voraussichtlich das Nationale Innovationsprogramm für Wasserstoff und Brennstoffzellen über 2016 hinaus fortgeführt. „Deutschland kann die Herausforderungen meistern“, ist sich Menzen sicher.


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