Europäisches Parlament schlägt Umweltverträglichkeitsprüfung vor Fracking-Projekten vor

Tim 10. Oktober 2013 0


Das Europäische Parlament hat vorgeschlagen vor jedem neuen Fracking-Projekt eine Umweltverträglichkeitsprüfung verpflichtend durchführen zu lassen. Dies soll auch in die neue Umweltverträglichkeitsprüfungs-Richtlinie aufgenommen werden. Interessenkonflikte sollen dabei weitestgehend vermieden werden, weshalb auch die Öffentlichkeit über entsprechende Fracking Projekte informiert werden soll.

© bluedesign - Fotolia.com

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Am Mittwoch hat das Europäische Parlament vorgeschlagen die umstrittenen Fracking Projekte künftig an eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zu binden. Die UVP Richtlinien sollen entsprechend erweitert werden. Diese legen aktuell Prüfkriterien fest, die über öffentliche oder private Bauvorhaben entscheiden – etwa bei der Bauplanung von Brücken, Autobahnen oder Hafenanlagen.

Der Berichterstatter Andrea Zanoni sagte hierzu: „Wir überarbeiten dieses Schlüsselgesetz, um es an die neuen Prioritäten in Europa anzupassen, wie zum Beispiel Böden, die Nutzung natürlicher Ressourcen oder die biologische Vielfalt. Die hydraulische Frakturierung erregt Bedenken. Wir legen deutliche Kriterien fest, um Interessenskonflikte zu vermeiden und damit die Öffentlichkeit eingebunden wird.“ In der ersten Lesung wurde der Bericht mit 332 Ja-Stimmen (gegenüber 311 Nein-Stimmen) angenommen.

Beim Fracking handelt es sich um eine Methode zur Erdöl- bzw. Erdgasförderung. Dabei werden Tiefenbohrungen vorgenommen und in tiefliegende Gesteinsschichten chemische Flüssigkeiten gepresst, die die Gewinnung von Erdgas und Erdöl erleichtert. Mit dieser Methode geht allerdings eine Reihe von Risiken für die Umwelt (etwa eine mögliche Verunreinigung von Grundwasser) einher, die angesichts der noch recht neuen Methode noch nicht vollständig erforscht wurden. Die Methode des Frackings ist daher nach wie vor umstritten.


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