EU will Atomkraftwerke in Europa stärker überwachen

admin 27. Dezember 2012 0


Für die Atomkraft waren die letzten Jahre weniger erfreulich. Neben dem Atomausstieg Deutschlands wurde das Vertrauen in die Atomenergie durch das Unglück in Fukushima weiter geschwächt. Zudem wurde das britische Atomunternehmen Horizon von RWE und Eon verkauft und auch der Glaube an billigen Strom aus Atomkraft in Frankreich sank.

So ergab bereits ein Stresstest diesen Jahres, dass in nahezu allen EU-Kraftwerken Mängel vorlägen. Laut der EU-Kommission waren die Mängel nicht schwerwiegend, doch müssten diese trotzdem so schnell wie möglich beseitigt werden. Desweiteren wurde die Stilllegung von einigen Atomkraftwerken Frankreichs in der Nähe der deutschen Grenze von den Grünen gefordert. Die Atommeiler Fessenheim und Cattenom befinden sich gerade einmal 20 Kilometer von der Grenze entfernt und gelten als Problemfälle.

Die EU-Kommission will ab 2013 Atomkraftwerke stärker überwachen lassen. So sollen die Technik, Sicherheitsstandards und Qualifikationen der Mitarbeiter auf den höchsten und aktuellsten Stand in Europa gebracht werden, so EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Aus den Stresstests der Kraftwerke wurden nüchterne Ergebnisse über die Stärken und Schwächen der einzelnen Meiler festgestellt. Ein Ende für die Atomkraft in Europa ist bisher dennoch nicht in Sicht. Während Frankreich bis 2050 seinen Bedarf an Atomstrom von 76 Prozent auf 50 Prozent senken will, möchte Großbritannien hingegen seinen Anteil auf von 25 auf 60 Prozent ausbauen.