EU plant Wende in der Energiepolitik

admin 21. Mai 2013 0


Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet plant die Europäische Union eine drastische Wende in der Energiepolitik und gibt damit den vehementen Forderungen der europäischen Industrie nach. Schon seit Jahren beklagen Vertreter der Industrie die schweren Bedingungen in Europa. So müsste hier im Vergleich zur USA gut dreifach so viel für Energie gezahlt werden.

Diese Mehrbelastung durch die hohen europäischen Energiepreise würden zu einem geringeren Wirtschaftswachstum sowie zu einer verminderten Schaffung von Arbeitsplätzen führen. Vor allem die starke Förderung der regenerativen Energien innerhalb der EU sowie der Zertifikaten-Handel hätten in der letzten Zeit die Preise getrieben. Als Konsequenz plant die EU nun die Energiepolitik neu auszurichten und künftig auch andere Energieformen wieder verstärkt zu fördern. Während die neuen Pläne auf Seiten der Industrie und auch bei zahlreichen Politikern auf Zustimmung stoßen, haben sich auch schon diverse kritische Stimmen geäußert. Vor allem Energiepolitiker sehen in der Neuausrichtung der europäischen Energiepolitik einen Rückschritt.

So meinte Claude Turmes, Energieexperte der Grünen im Europaparlament: „Wenn billige Kohle, Atomenergie und Schiefergas europäische Prioritäten sind, ist das eine Rolle rückwärts in die Vergangenheit.“ Auch für deutsche Verbraucher, die jetzt bereits einen nicht unerheblichen Teil der Kosten der Energiewende tragen, könnte der EU-Beschluss weitere Kosten nach sich ziehen. So ist es gut möglich, dass die Kosten für den Netzausbau bei einer Senkung der Energiepreise für Unternehmen auch von den privaten Verbrauchern gezahlt werden müssen.


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