Es kommt noch teurer: Neue Zwangsumlage für den Einsatz von Smart Meter geplant

Daniel Reissmann 1. Dezember 2013 0


Laut aktuellen Informationen des SPIEGEL müssen Stromkunden im kommenden Jahr mit zusätzlichen Stromkosten rechnen. Grund ist, die geplante flächendeckende Einführung intelligenter Stromzähler, sogenannter Smart Meter. Bis 2022 müssten die Bürger, laut Konzept des Bundeswirtschaftsministeriums, 10,4 Milliarden Euro über die Umlage zur Einführung der Smart Meter aufbringen. Am Donnerstag legte das Bundeswirtschaftsministerium das Konzept zur geplanten Smart Meter Finanzierung vor. So muss jeder Haushalt der im Moment noch mit einem einfachen Stromzähler ausgestattet ist, trotzdem acht Euro zusätzlich im Jahr bezahlen. Bei Neubauten und Modernisierungen, bei denen der Einbau eines Smart Meter obligatorisch ist, müssen sogar mit 72 Euro jährlichen Zusatzkosten rechnen. Dies gilt auch für Anwohner, welche bereits über Wärmepumpen, Solaranlagen oder Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) verfügen.

© Thorsten Schier - Fotolia.com

© Thorsten Schier – Fotolia.com

“kein ausreichender Nutzen für die Betroffenen”

Die Pläne stoßen auf harsche Kritik. So heißt es in einer Stellungnahme der nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzzentrale es ergebe sich: „kein ausreichender Nutzen für die Betroffenen. […] Verbraucher sollten mit attraktiven Angeboten überzeugt, statt mit immer mehr ordnungsrechtlichen Einbaupflichten gezwungen werden“. Die Smart Meter sollen laut Politik dazu beitragen, die Stromkosten der Haushalten zu senken. Dafür ziehen die intelligenten Stromzähler dann Strom, wenn dieser am günstigsten zur Verfügung steht. Der Verbraucher muss sich dann allerdings damit abfinden, dass der Geschirrspüler zur Zeit der billigsten Preise läuft und nicht dann wenn es der Nutzer möchte. Zudem kann es durchaus vorkommen, dass viele Geräte nachts aktiv sind. Weiterhin betonen die verantwortlichen Politiker allerdings auch, dass die Smart Meter dazu beitragen können ein wesentliches Grundproblem der Energiewende zu lösen. Das Problem besteht darin, dass Solar- und Windanlagen nicht dann Strom produzieren wenn dieser am ehesten gebraucht wird. Die Smart Meter können zwar nicht die Produktion des Stroms beeinflussen, aber den Verbrauch angebotskonform steuern.


Comments are closed.