Erste Abstimmung über Solarworld-Rettungsplan schlägt fehl

admin 11. Juli 2013 0


Die erste Abstimmung über einen möglichen Rettungsplan für das angeschlagene Solarunternehmen Solarworld ist fehlgeschlagen. Zu wenige Gläubiger hatten sich an der Abstimmung beteiligt. Das Unternehmen hofft nun auf einen zweiten Termin im August.

Das einstige Vorzeigeunternehmen Solarworld um den Solarpionier und „Sonnenkönig“ Frank Asbeck geriet in Folge der europäischen Solarkrise in tiefe Schwierigkeiten und steht noch immer kurz vor der Pleite. Ein Rettungsplan, der unter anderem vorsieht 55 Prozent der bestehenden Schuldenlast von über 930 Millionen Euro in Aktien für die entsprechenden Gläubiger umzuwandeln, soll Solarworld doch noch vor der Insolvenz retten. Die erste Abstimmung über die Restrukturierung des Unternehmens scheiterte jedoch. Zu wenige Gläubiger hatten an der Abstimmung teilgenommen, sodass im Rahmen der Sitzung keine Beschlüsse gefasst werden konnten.

Nun hofft das Unternehmen auf eine zweite Abstimmung im August, in der mindestens 25 Prozent der Gläubiger Solarworlds anwesend sein müssen. 75 Prozent der Anwesenden müssen für den Rettungsplan stimmen. Neben der Umwandlung eines Schuldenteils in Aktienanteile, soll auch ein Investor aus Katar Solarworld mit rund 35 Millionen Euro aus der Krise helfen. Zudem hatte Solarworld Chef Frank Asbeck bereits angekündigt 10 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen in sein Lebenswerk zu investieren. Die übrigen Schulden will Solarworld nach einem streng formulierten Tilgungsplan abbezahlen.