Erneuerbare weltweit: Photovoltaik in den Vereinigten Staaten

Daniel Reissmann 4. November 2014 0


Die USA verzeichnen seit einiger Zeit einen enormen Preisrückgang bei schlüsselfertigen Photovoltaikanlagen. Im vergangenen Jahr sind die Systemkosten demnach bereits um 12 bis 19 Prozent, in Abhängigkeit vom jeweiligen Bundesstaat, zurückgegangen. In diesem Jahr wird mit einem Preisrückgang von drei bis zwölf Prozent gerechnet. Dabei schwanken die Reduktionen von Bundesstaat zu Bundesstaat teils erheblich. Die Daten stammen aus einer Studie zu den Preistrends im Bereich Photovoltaik und wurden im Auftrag der Sun Shot Initiative durch das National Renewable Energy Laboratory (NREL) des US-Energieministeriums und dem Lawrence Berkley National Laboratory erstellt.

© Smileus - Fotolia.com

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Erhebliche Unterschiede in den Ergebnissen entsprechend der geografischen Lage

„Diese Preisrückgänge sind vergleichbar mit den Reduzierungen, die wir in den Jahren seit 2010 beobachtet haben, als das Energieministerium die Sun Shot Initiative eingerichtet hat“, so David Feldman vom NREL, einer der Hauptautoren der Studie. „Trotzdem weißt die Studie darauf hin, dass es erheblich Unterschiede der beobachteten Preise sowohl hinsichtlich der geographischen Lage der Anlage als auch hinsichtlich des Segments gibt. Das hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab.“, so Feldman weiter. Faktoren, die Feldman anspricht, sind vor allem Preise, die durch den lokalen Wettbewerb entstehen, unterschiedliche Systemkonfigurationen (z.B. der Wirkungsgrad der Module), die Art des Montagesystems oder der Zeitraum zwischen Planung und Bau. Neben diesen Ergebnissen zeigt die Studie auch einige dynamische Effekte auf. So haben sich die Kostenfaktoren verschoben. Im Gegensatz zur Kostenstruktur von 2007, als Module noch rund die Hälfte der Gesamtkosten einer Anlage ausmachten, sind diese aktuell nicht mehr der größte Kostenblock. Insgesamt sind die Kosten für die Module in den USA stärker zurückgegangen als die Systempreise. Momentan belaufen sich die Kosten der Module noch auf rund ein Drittel der Gesamtkosten bei Solarparks und rund ein Viertel bei gewerblichen Anlagen, so eines der Ergebnisse der Studie.


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