Erneuerbare Energien unter Beschuss der Welthungerhilfe

Sandra 25. August 2012 0


Überall wird aus Gründen des Umweltschutzes Biosprit als ein gangbarer Ausweg propagiert. Deutsche Tankstellenbetreiber wurden per Gesetz dazu gezwungen, E10 an ihren Zapfsäulen anzubieten. Der Anreiz für die Kunden zum Umstieg wurde durch die Preisdifferenzen geschaffen, die sich im Gegensatz zum Kraftstoff mit einem Anteil von fünf Prozent Biokraftstoff ergeben. Ein Problem dabei ist, dass nicht alle Fahrzeuge dafür geeignet sind. Selbst bei denen, die als „tauglich“ deklariert werden, gibt es noch keine verlässlichen Langzeitstudien zur Verträglichkeit.

Nun läuft auch die Welthungerhilfe gegen diese Art erneuerbare Energie Sturm. Sie möchte am liebsten einen Verkaufsstopp für E10 durchsetzen. Das teilte zumindest die Präsidentin, Bärbel Dieckmann, Mitte August 2012 der Öffentlichkeit mit. Damit soll eine weitere Steigerung der Preise für Agrarprodukte verhindert werden. Ein Nachteil der Biokraftstoffe besteht darin, dass sie Anbauflächen benötigen. Und bei der Herstellung der Biokraftstoffe können noch nicht wie bei der Herstellung von Biogas zur Wärme- und Stromgewinnung, Abfälle der Lebensmittelproduktion verwendet werden.

Hier prallen zwei Interessen der Menschen aufeinander. Es sind die Versorgung mit bezahlbaren Lebensmitteln und der Wunsch nach dem Schutz einer lebenswerten Umwelt. Ein Blick auf die Maslowsche Bedürfnispyramide zeigt, dass die Ernährung zu den unverzichtbaren Grundbedürfnissen des Menschen zählt, während der Umweltschutz bei der Erfüllung ideeller Wünsche einzuordnen ist. Und die rangieren in der Bedürfnispyramide erst an letzter Stelle. Ob diese Auffassung heute noch richtig ist, da mag man unterschiedlicher Meinung sein, den eine Vernachlässigung des Umweltschutzes kann auch langfristig solche gravierenden Folgen haben, dass ein Leben auf der Erde – zumindest für den Menschen – gar nicht mehr möglich ist.