Erneuerbare Energien teuer für kleine Unternehmen

Sandra 11. September 2012 0


Die Ziele der Bundesregierung, künftig verstärkt auf erneuerbare Energie zu setzen, erfordern gigantische Investitionen. Sie sollen zum Teil über eine Umlage für erneuerbare Energie finanziert werden, die als Aufschlag zu den normalen Preisen pro Kilowattstunde bezahlt werden müssen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen fühlen sich dabei benachteiligt, denn sie können sich nicht wie große Konzerne von diesem Aufschlag befreien lassen, weil sie meistens weniger als eine Gigawattstunde Strom benötigen.

Betroffen von dieser Kostensteigerung ist auch die Textilbranche in Oberfranken. Und sie läuft Sturm gegen diese Regelung. Das brachte der Präsident des Textil- und Bekleidungsverbands Bayern, Christian Sandler, der Presse gegenüber auf den Punkt. Er forderte die Politiker auf, für die von ihm vertretene Branche Sonderkonditionen zu schaffen. Dazu sollte seiner Meinung nach auch eine Deckelung der Umlage für erneuerbare Energie auf zwei Cent je abgerechneter Kilowattstunde gehören. Als Begründung für die Notwendigkeit dieser Sonderkonditionen gibt er Wettbewerbsverzerrungen an, die sich insbesondere gegenüber Branchenvertretern aus dem benachbarten Ausland ergeben.

Aktuell beträgt die EEG-Umlage 3,6 Cent pro Kilowattstunde. Allein aus den notwendigen Ausbauten der Hochleistungstrassen zu den Windparks im Norden ergeben sich gewaltige Investitionssummen. Danach ist damit zu rechnen, dass die Umlage bis auf fünf Cent pro verbrauchter Kilowattstunde schon im Jahr 2013 steigen könnte. Bereits im Jahr 2011 konnte der Bund aus der Umlage für erneuerbare Energie mehr als 16 Milliarden Euro an Subventionen für die Errichtung von Solarkraftwerken, Windparks und Biomassekraftwerken zahlen. Auch die Betreiber von Wasserkraftwerken haben aus der EEG-Umlage in erheblichem Umfang über die staatlichen Subventionen profitieren können.