Erneuerbare Energien stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland

Daniel Reissmann 24. April 2014 0


Es ist eines der häufigsten Argumente von Kritikern der erneuerbaren Energien, angeblich schädigt die Energiewende den Wirtschaftsstandort Deutschland da viele Unternehmen, vor allem Industriekonzerne, gezwungen seien ihre bestehenden Kraftwerke und Anlagen unrentabel zu betreiben oder bereits vor der Amortisation stillzulegen. Daneben hört man immer wieder die Argumente bezüglich mangelnder Arbeitsplatzsubstitution durch die Erneuerbaren oder steigenden internationalen Kosten- und Wettbewerbsdruck. Eines der deutlichsten Resultate dieser Argumentation sind die Industrierabatte im Rahmen der EEG-Umlage für energieintensive und im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen. Ein jüngst veröffentlichtes Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) versucht nun aufzuzeigen, dass erneuerbare Energien und die Industrie keineswegs „Feinde“ sind.

© jonasginter - Fotolia.com

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„Erneuerbare Energien und Industrie sind zwei Seiten derselben Medaille“

Der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, Philipp Vohrer sagte im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des neuen Berichts: „Erneuerbare Energien und Industrie sind zwei Seiten derselben Medaille“. Er kritisiert insbesondere den dauerhaften Versuch die Energiewende und die deutsche Industrie als Gegner darzustellen. Dazu sagte er: „Es ist widersinnig, den Ausbau erneuerbarer Energien bremsen zu wollen, um den Industriestandort Deutschland zu stärken.“, was das Hintergrundpapier des AEE auch bestätigt. So bieten, laut AEE, die Erneuerbaren vielerlei Chancen. Hersteller von Energieerzeugungsanlagen haben beispielsweise die Möglichkeit neue Absatzmärkte im In- und Ausland zu durchdringen. Insbesondere für mittelständische Zulieferer ist der Markt momentan sehr zukunftsträchtig. Zudem verringern die Erneuerbaren die Abhängigkeit des deutschen Energiemarktes von ausländischen Rohstoffimporten, was nicht zuletzt auch die Versorgungssicherheit, zumindest in einer globalpolitischen Dimension, bestärkt. Laut dem AEE spart Deutschland jährlich Millionen Importkosten und schafft im Gegenzug 17 Milliarden Euro inländische Wertschöpfung durch Sonne, Wind und Biomasse. Zusammenfassend sagte Vohrer: „Energie aus Wind, Sonne, Biomasse und Co. sind längst zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor in Deutschland geworden, der Umsätze und Wertschöpfung im Milliardenbereich generiert und hunderttausende zukunftssichere Arbeitsplätze schafft […] Der Industriestrompreis für die energieintensiven Unternehmen ist in Deutschland nicht zuletzt dank der Erneuerbaren Energien mittlerweile niedriger als in den meisten europäischen Nachbarstaaten“.


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